USA steigen erneut aus Pariser Klimaabkommen aus – Trumps fossile Wende
USA steigen erneut aus Pariser Klimaabkommen aus – Trumps fossile Wende
Die Vereinigten Staaten haben sich erneut aus dem Pariser Klimaabkommen zurückgezogen, diesmal unter der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump. Dieser Schritt ist Teil eines umfassenderen Musters, bei dem Klimaverpflichtungen zurückgenommen werden – darunter auch Versuche, das UN-Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen von 1992 zu schwächen. Die Entscheidung markiert eine weitere Verschiebung in der US-Energiepolitik, die seit 2016 fossile Brennstoffe gegenüber erneuerbaren Energien priorisiert.
Die USA hatten sich bereits 2017, kurz nach Trumps Amtsantritt, aus dem Pariser Abkommen zurückgezogen. Seine Regierung lockerte anschließend nationale Vorschriften für saubere Energien, während sie gleichzeitig die Förderung fossiler Brennstoffe durch Deregulierung und Exportanreize vorantrieb. Diese Änderungen wirkten sich auch auf Handelsabkommen aus, etwa beim Ersatz des NAFTA durch das USMCA, das US-Öl- und Gas-Exporte in den Vordergrund stellte – auf Kosten der Klimakooperation.
Die USA haben eine lange Geschichte der Ablehnung globaler Klimaabkommen. Bereits 2001 weigerte sich die Regierung unter Präsident George W. Bush, das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren. Trotz dieser Rückschritte auf Bundesebene treiben viele US-Bundesstaaten und Städte weiterhin eigene Klimapolitik voran und halten die Fortschritte bei der Nutzung erneuerbarer Energien aufrecht.
Unterdessen schreitet Europa bei der Verwirklichung seiner Klimaziele voran. Erneuerbare Energien wie Wind- und Solarstrom sind mittlerweile oft günstiger als fossile Brennstoffe und Kernenergie. Allerdings haben jüngste Vorschläge zur Anpassung der Emissionshandelregeln bei Unternehmen, die sich bereits an das System anpassen, für Verunsicherung gesorgt. Experten betonen, dass die EU ihren Kurs beibehalten muss, um die CO₂-Emissionen zu senken und die Abhängigkeit von US-Energieimporten zu verringern.
Der Rückzug der USA aus den Klimaabkommen unterstreicht deren Fokus auf fossile Energieträger, während Europa und viele US-Region weiter auf erneuerbare Energien setzen. Da Wind- und Solarstrom inzwischen kostengünstig sind, bleiben die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Vorteile sauberer Energie bestehen. Die nächsten Schritte der EU im Emissionshandel werden entscheiden, ob sie ihre Klimaziele erreichen kann, ohne von der US-Energiepolitik abhängig zu sein.
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