CSU attackiert Warkens Apothekenreform als unzureichend und bürokratisch

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Eine Apotheke mit einem vor ihr geparkten Fahrzeug und einem Gebäude in der linken Ecke.

CSU attackiert Warkens Apothekenreform als unzureichend und bürokratisch

Die CSU hat scharfe Kritik an den von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken vorgeschlagenen Apothekenreformen geübt. Parteivertreter werfen den Plänen vor, zentrale Probleme nicht zu lösen – darunter die finanzielle Unterstützung für Landapotheken und übermäßige Bürokratie. Die Vorwürfe kommen zu einer Zeit, in der der Sektor zunehmend unter Druck durch Versandhandelskonkurrenz und Finanzierungsengpässe gerät.

Der CSU-Fraktionsvorsitzende Klaus Holetschek warf den Reformen vor, hinter den Vereinbarungen des Koalitionsvertrags zurückzubleiben. Er warnte, die aktuellen Vorschläge senden zur falschen Zeit das falsche Signal, insbesondere angesichts der ohnehin bereits angespannten Situation im Gesundheitswesen. Die Partei fordert klarere Zeitpläne und stärkere finanzielle Absicherung, vor allem für Apotheken in unterversorgten Regionen.

Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU, plädierte für gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen Versandapotheken und stationären Apotheken. Zudem verlangte er ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten und begründete dies mit der Notwendigkeit persönlicher Beratung für die Patientensicherheit. Seine Position spiegelt die breiten Bedenken wider, die mit der Fernabgabe von Arzneimitteln und deren Auswirkungen auf die Beratungsqualität verbunden sind. Die CSU-Abgeordnete und praktizierende Apothekerin Carolina Trautner betonte die Dringlichkeit einer Reform der Bundesvorschriften. Sie hob die entscheidende Rolle der Apotheker bei der fachkundigen Beratung und der sicheren Arzneimittelversorgung hervor.

Unterdessen kritisierte die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – den Entwurf, weil dieser eine zugesagte Erhöhung der Apothekenhonorare von 8,35 auf 9,50 Euro ignoriert. Ministerin Warken hatte die Forderung mit Verweis auf zusätzliche Kosten in Höhe von einer Milliarde Euro als nicht finanzierbar zurückgewiesen. Der GKV-Spitzenverband, der die gesetzlichen Krankenkassen vertritt, schlug stattdessen eine differenzierte Vergütung vor – anstelle pauschaler Erhöhungen. Man argumentiert, die Förderung müsse die unterschiedlichen Bedürfnisse von Land- und Stadtapotheken berücksichtigen, statt einen einheitlichen Satz anzuwenden.

Die Forderungen der CSU zielen darauf ab, die Existenz lokaler Apotheken zu sichern, Bürokratie abzubauen und faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Da auch Verbände aus der Branche Widerspruch anmelden, wächst der Druck auf Ministerin Warken, die Reformpläne zu überarbeiten. Das Ergebnis wird maßgeblich prägen, wie Apotheken in den kommenden Jahren arbeiten und wie Patienten Zugang zu Medikamenten erhalten.

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