David Haye verklagt ITV nach Dschungelcamp-Eklat und Image-Schaden
Ex-Boxer David Haye verklagt ITV wegen Auftritts bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Südafrika
Der ehemalige Boxer David Haye soll rechtliche Schritte gegen den britischen Sender ITV einleiten – Grund ist sein Auftritt in der Reality-Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Südafrika. Der 43-Jährige wirft dem Format vor, seinem Image "unwiederbringlichen Schaden" zugefügt zu haben, insbesondere durch seine hitzigen Auseinandersetzungen mit Mitkandidat Adam Thomas. Auch Zuschauer kritisierten seine frauenfeindlichen Äußerungen während der Sendung.
Der Streit eskalierte, als Haye Thomas nach dessen Sieg in der Show zur Rede stellte. Er stellte infrage, ob Thomas den Triumph "überhaupt verdient" habe – ein Verweis auf eine frühere Szene, in der Thomas den Mitbewohner Jimmy Bullard mit dem abwertenden C-Wort beleidigt hatte. Die Feindseligkeiten spitzten sich weiter zu, als Haye Thomas in einem angespannten Interview bei This Morning vorwarf, er spiele das "Opfer" und habe eine "Krankheit vorgetäuscht", um sich vor Prüfungen zu drücken.
Zudem erntete Haye massive Kritik für abfällige Bemerkungen über seine Freundin Sian Osborne, die er als jemanden mit "dem Charakter eines richtig hässlichen Vögels" beschrieb. Zuschauer bezeichneten ihn daraufhin als "Frauenfeind" und "lächerlich", während die Moderatoren Ant und Dec im Live-Finale seine "abstrusen Theorien über Frauen" verspotteten.
Die Folgen des Eklats belasten Hayes Karriere: Werbedeals wurden auf Eis gelegt, Verhandlungen mit Netflix stocken. Er wirft ITV vor, ihn durch gezielte Schnitte als "Buhmann der Show" dargestellt zu haben. Nun hat er die renommierte Kanzlei Gatehouse Chambers – die satte 500 Pfund pro Stunde berechnet – mit einer Klage gegen den Sender beauftragt.
Haye setzt sich damit gegen wochenlange öffentliche Kritik und berufliche Rückschläge zur Wehr. Kern des Streits ist seine Darstellung in der Sendung und die Folgen für seinen Ruf. ITV hat sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.






