Bahnbrechendes Projekt reduziert Energieverluste bei flüssigem Wasserstoff radikal
Johanna SchwarzBahnbrechendes Projekt reduziert Energieverluste bei flüssigem Wasserstoff radikal
Neues Forschungsprojekt zielt auf effizientere Verflüssigung von Wasserstoff durch Reduzierung von Energieverlusten bei der Lagerung
Die C&CS Catalysts and Chemical Specialties GmbH und die Technische Universität Dresden (TU Dresden) leiten ein gemeinsames Vorhaben, das die Wasserstoffverflüssigung durch die Verringerung von Energieverlusten während der Lagerung optimieren soll. Im Fokus steht dabei die Minimierung von Verdampfungsverlusten, die derzeit bis zu ein Drittel des verflüssigten Wasserstoffs verschwenden.
Das Projekt nimmt insbesondere den sogenannten Boil-off-Effekt ins Visier, bei dem flüssiger Wasserstoff während der Lagerung verdampft und so erhebliche Energiemengen verlorengehen. Als Lösung entwickelt das Team einen bifunktionalen Katalysator, der die Ortho-Para-Umwandlung – einen entscheidenden Schritt im Verflüssigungsprozess – beschleunigen soll. Durch die direkte Integration dieser Umwandlung in den Prozess verspricht die neue Technologie eine höhere Effizienz und geringere Verluste.
Die Förderung des Projekts übernimmt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit bis zu 236.525 Euro. Es läuft im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM), das von der AiF Projekt GmbH verwaltet wird.
Während C&CS für die Entwicklung, Herstellung und Erprobung des Katalysators verantwortlich zeichnet, übernimmt die TU Dresden die Leistungsbewertung. Im nächsten Schritt soll die Technologie in Pilot-Kryokühlsysteme integriert werden, um sie für den kommerziellen Einsatz vorzubereiten.
Dr. Julius Nickl, Geschäftsführer von C&CS, betonte das Ziel des Projekts: "Grünen Wasserstoff durch fortschrittliche Katalysatoren zugänglicher zu machen, indem wir Energieverluste auf ein Minimum reduzieren."
Die Zusammenarbeit zwischen C&CS und der TU Dresden soll die Effizienz der Wasserstoffspeicherung deutlich steigern. Mit staatlicher Unterstützung und einem klaren Fokus auf die Verringerung von Verdampfungsverlusten rückt das Projekt der praktischen Anwendung einen Schritt näher. Bei Erfolg könnte die Technologie eine Schlüsselrolle beim Ausbau der Infrastruktur für grünen Wasserstoff spielen.






