06 June 2026, 12:16

WM 2026 startet mit Rekordteilnehmern – doch Klimaziele und Fan-Zugang wackeln

Was steht auf dem Spiel

WM 2026 startet mit Rekordteilnehmern – doch Klimaziele und Fan-Zugang wackeln

Die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 startet an diesem Donnerstag in drei Gastgeberländern: den USA, Kanada und Mexiko. Zum ersten Mal treten 48 Mannschaften bei dem größten Turnier des Fußballs an – darunter Debütanten wie Kap Verde, Curaçao und Jordanien. Doch hinter der Vorfreude mehren sich Bedenken hinsichtlich Zugänglichkeit, Politik und Nachhaltigkeit.

Die schiere Größe des Events stellt auch die Klimaversprechen der FIFA auf den Prüfstand. Kritiker fragen sich, wie ein Turnier dieses Ausmaßes mit ökologischen Zielen vereinbar sein soll. Gleichzeitig sehen sich Fans mit steigenden Kosten und strengen Einreisebestimmungen konfrontiert, die das Erlebnis, die Spiele live zu verfolgen, grundlegend verändern könnten.

Diese Weltmeisterschaft markiert eine historische Erweiterung – 16 Teams mehr als noch 2022 nehmen teil. Die Einbindung kleinerer Nationen, von denen einige noch nie bei einer WM vertreten waren, hat Debatten über die Rolle des Fußballs bei der Aufarbeitung kolonialer Erblasten entfacht. Doch das Wachstum des Turniers fällt in eine Zeit, in der die Nachhaltigkeitszusagen der FIFA auf die Probe gestellt werden. Die Veranstalter haben zwar Emissionsreduktionen versprochen, doch die Dimension des Events – verteilt auf drei Länder – wirft Zweifel an diesen Zusagen auf.

Ein weiteres zentrales Thema ist die Zugänglichkeit. In Mexiko sind die Ticketpreise explodiert und drängen das Turnier damit weiter von gewöhnlichen Fans weg. Die USA haben strenge Einreiseauflagen erlassen, die nicht nur Anhänger, sondern sogar Spieler qualifizierter Mannschaften betreffen. Diese Maßnahmen werfen die Frage auf, ob die WM die Menschen noch so zusammenbringen kann wie einst.

Kanada, als Mitausrichter, setzt einen Gegenakzent zur US-Politik. Während der Nachbar die Kontrollen verschärft, könnte Kanadas offenere Haltung Besuchern ein anderes Erlebnis bieten. Unterdessen halten die Diskussionen über Nationalhymnen und Spielerbeteiligungen an. DFB-Sportdirektor Andreas Rettig wies jüngst Debatten darüber, ob Spieler ihre Nationalhymne mitsingen sollten, als Ablenkung vom Sport selbst zurück.

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Für alle, die das Turnier verfolgen möchten, steht der vollständige Spielplan nun zum Download und Ausdruck bereit. Die Berichterstattung hat bereits begonnen – 14 Seiten sind in den aktuellen Ausgaben dem Turnier gewidmet, tägliche Updates sind während des gesamten Wettbewerbs geplant.

Die WM 2026 wird die größte der Geschichte – mit mehr Teams, mehr Spielen und mehr Austragungsorten als je zuvor. Doch ihr Erfolg könnte davon abhängen, wie es gelingt, Expansion mit Fairness in Einklang zu bringen: dass Fans teilnehmen können, Spieler antreten dürfen und die Veranstaltung ihre eigenen Umweltziele nicht untergräbt. Das Vermächtnis dieses Turniers wird sich daran messen, ob der Fußball ein Spiel für alle bleibt – oder zunehmend exklusiv wird.

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