Warum diese Berge für immer unbestiegen bleiben müssen
Nicht jeder Berg der Welt wurde bereits bestiegen. Manche bleiben unberührt – sei es aus religiösen Gründen, wegen Umweltschutzbestimmungen oder aufgrund von Sicherheitsrisiken. Selbst in gut erschlossenen Gebirgszügen wie den Alpen sind einige Gipfel mittlerweile strikt für Bergsteiger gesperrt.
Bis 2026 waren zwar alle großen Gipfel der Alpen mindestens einmal bezwungen worden. Dennoch bleiben einige, darunter das Lauteraarhorn, das Aletschhorn und das Schreckhorn, für Kletterer tabu. Schweizer Kantone wie Wallis und Bern haben Bestimmungen erlassen, die das Besteigen dieser Berge verbieten, um empfindliche Ökosysteme zu schützen – eine Maßnahme, die unter Alpinisten kontrovers diskutiert wird.
Die Demelspitze, oft als "Matterhorn von Lenggries" bezeichnet, war einst ein beliebtes Ziel für Bergsteiger. Doch 2013 wurde sie nach Felsstürzen und einem geologischen Gutachten, das den Gipfel als instabil einstuft, von den Behörden gesperrt. Das Verbot gilt bis heute und umfasst den gesamten Gipfelbereich sowie die Südwand.
Auch außerhalb der Alpen sind einige Berge aus kulturellen Gründen nicht zugänglich. Der Kailash in Tibet und der Machapuchare in Nepal gelten als heilig. Aus Respekt vor den lokalen Traditionen ist es Bergsteigern verboten, sie zu betreten.
Die Liste der unbestiegenen Berge wird zwar immer kürzer, doch durch Restriktionen bleiben manche Gipfel unerreichbar. Ob aus Gründen der Sicherheit, des Umweltschutzes oder der religiösen Bedeutung – diese Verbote stellen sicher, dass bestimmte Berge unberührt bleiben. Bergsteiger müssen sich daher nach anderen Zielen umsehen – oder akzeptieren, dass manche Gipfel niemals bezwungen werden.