16 March 2026, 06:18

Digital Loop revolutioniert Software-Updates für Autos in Rekordzeit

Eine schwarze und blaue Kassette mit der Aufschrift 'TDK AD2' und einem Barcode auf einer weißen Oberfläche mit einem zentralen Rad.

Digital Loop revolutioniert Software-Updates für Autos in Rekordzeit

Digital Loop: Software-Updates für Fahrzeuge sollen in Wochen statt Monaten genehmigt werden

Ein neues Projekt mit dem Namen Digital Loop zielt darauf ab, die Bearbeitungszeit für die Freigabe von Software-Updates für Fahrzeuge von Monaten auf nur noch wenige Wochen zu verkürzen. Unter der Leitung von Microsoft und TÜV Süd setzt die Initiative auf Cloud-Technologie und KI, um behördliche Prüfungen zu beschleunigen. Auf der IAA in München wurde das System mit einer Live-Demonstration eines autonom fahrenden Autos vorgestellt.

Derzeit kann der Prozess für die Zulassung von homologationsrelevanten Software-Updates zwischen sechs Monaten und einem Jahr dauern. Das Digital Loop-Projekt strebt an, diesen Zeitrahmen durch den Einsatz digitaler Werkzeuge und virtueller Tests drastisch zu reduzieren. Zum Konsortium gehören Experten aus den Bereichen Sicherheit, Zertifizierung, Softwareentwicklung und Simulation.

Auf der IAA in München-Riem präsentierte das Team den vollständigen Ablauf der virtuellen Homologation. Ein autonomes Fahrzeug der Stufe ALKS60 (Level 3) des Herstellers FEV.io umfuhr selbstständig Hindernisse in der Nähe des Messegeländes. Das System kombiniert KI, erweiterte Realität (Augmented Reality) und cloudbasierte Validierung, um Genehmigungsverfahren zu straffen.

Das Projekt startet zu einem Zeitpunkt, an dem sich die regulatorischen Anforderungen verschärfen. Ab dem nächsten Jahr wird die EU vor der Markteinführung automatisierter Fahrzeuge Tests unter verschiedenen Straßen- und Wetterbedingungen vorschreiben. Zudem verlangt die UN-Regelung R156 von den Automobilherstellern die Einführung eines Software Update Management Systems (SUMS), um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.

Die Digital Loop-Lösung soll die Homologation für globale Hersteller nicht nur schneller, sondern auch sicherer und kostengünstiger machen. Praxistaugliche Anwendungen könnten in drei bis fünf Jahren verfügbar sein. Die Technologie ist auf die kommenden Regularien abgestimmt und unterstützt die Automobilbranche dabei, strengere Standards für die Software-Freigabe zu erfüllen.

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