18 March 2026, 14:10

Warkens Apothekenreform scheitert an Widerstand aus Ländern und Verbänden

Blauer Hintergrund mit fetter weißer Schrift, die "Lawmakers Spent 33 Years Calling for Action to Allow Medicare to Negotiate Drug Prices" lautet, und ein Logo unten.

Warkens Apothekenreform scheitert an Widerstand aus Ländern und Verbänden

Gesundheitsministerin Nina Warkens Apothekenreform gerät von mehreren Seiten unter Beschuss. Am 30. Januar 2024 billigte der Bundesrat eine Liste mit 30 geforderten Änderungen am Gesetzesentwurf. Kritiker – darunter Landesgesundheitsminister und Branchenverbände – werfen der Reform vor, ländliche Apotheken zu gefährden und zentrale finanzielle Probleme zu ignorieren.

Ursprünglich wollte Warken sich mit betont kooperativem Auftreten und offenem Dialog von ihrem Vorgänger Karl Lauterbach abgrenzen. Doch ihr Kurs stößt auf Widerstand – viele werfen ihr vor, alte Fehler zu wiederholen.

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Die Bundesratsentscheidung offenbart tiefe Gräben: Während die Ländervertreter Nachbesserungen forderten, wies Warken fast alle Einwände pauschal zurück. Zu den abgelehnten Vorschlägen zählten ein Versorgungszuschlag und strengere Regeln für Versandapotheken – beides Forderungen des erfahrenen CDU-Politikers Karl-Josef Laumann.

Branchenverbände wie die Länderärztekonferenz und die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände üben scharfe Kritik. Sie warnen, dass schrumpfende Gewinnmargen unabhängige Apotheken – besonders auf dem Land – in die Existenzbedrohung treiben könnten. Die Verbände fordern zudem eine angemessene Vergütung für Abgabeleistungen und betonen, die Reform gefährde die flächendeckende Gesundheitsversorgung.

Die Reform geht nun mit begrenzter Unterstützung der Länder in die nächste Runde. Warkens Kompromisslosigkeit hat Gesundheitsminister und Apothekerverbände verärgert. Ohne Kurskorrekturen könnte das Gesetz die deutsche Apothekenlandschaft grundlegend verändern – mit ungewissen Folgen für ländliche Regionen und selbstständige Betreiber.

Quelle