13 April 2026, 04:18

VdK-Präsidentin Bentele warnt vor versteckten Beitragserhöhungen durch Reformpläne im Gesundheitssystem

Blauer Plakat mit der Überschrift "Gesetz zur Gesundheitsversicherung in Zahlen" und Text "14,5 Millionen Menschen haben sich für den Versicherungsschutz angemeldet" sowie begleitenden Bildern.

VdK-Präsidentin Bentele warnt vor versteckten Beitragserhöhungen durch Reformpläne im Gesundheitssystem

Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, hat sich gegen geplante Reformen im Gesundheitssystem ausgesprochen. Sie warnte, dass die Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung einer versteckten Beitragserhöhung gleichkäme. Ihre Äußerungen erfolgen vor der Veröffentlichung eines zentralen Berichts der Gesundheitsfinanzkommission, der für Montag erwartet wird.

Die Kommission soll rund 60 Maßnahmen zur Kostensenkung vorlegen, um die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu stabilisieren. Bentele forderte stattdessen strukturelle Reformen, um die Finanzen des Systems auszugleichen – ohne die Versorgungsqualität zu beeinträchtigen. Sie schlug eine vorübergehende Ausgabenobergrenze für Leistungserbringer im Gesundheitswesen vor. Gleichzeitig forderte sie die Bundesregierung auf, gesellschaftliche Kosten zu übernehmen, die derzeit von den Krankenkassen getragen werden.

Zudem setzte sie sich für eine gerechtere Finanzierung ein, darunter eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze sowie eine breitere Bemessungsgrundlage für die Beiträge. Erhöhte Zuzahlungen für Medikamente oder die Wiedereinführung von Praxisgebühren würden chronisch Kranke, ältere und einkommensschwache Patient:innen unverhältnismäßig belasten, betonte sie.

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Der VdK erwartet von den Vorschlägen der Kommission eine Entlastung der Beitragszahler:innen bei gleichbleibenden Leistungen. Bentele machte deutlich, dass Kürzungen bei den Leistungen der gesetzlich Versicherten unter allen Umständen vermieden werden müssten.

Die Empfehlungen der Gesundheitsfinanzkommission werden am Montag veröffentlicht. Die Position des VdK unterstreicht die Sorge vor steigenden Kosten für besonders schutzbedürftige Gruppen. Benteles Vorschläge zielen auf eine langfristige Stabilisierung des Systems ab – ohne die Qualität der Versorgung zu opfern.

Quelle