Urteil im Prozess um gezielte Überfälle auf schwule Männer über Dating-Apps
Jana KellerUrteil im Prozess um gezielte Überfälle auf schwule Männer über Dating-Apps
Am Dienstag wird das Urteil im Prozess gegen sechs Angeklagte verkündet, die beschuldigt werden, über Dating-Apps gezielt schwule Männer ins Visier genommen zu haben. Das Landgericht Frankfurt (Oder) gibt seine Entscheidung um 9:00 Uhr in einer öffentlichen Sitzung bekannt. Der Vorwurf lautet auf schwere Raubdelikte, darunter Körperverletzung und Misshandlung.
Die sechs Angeklagten – drei junge Erwachsene und drei Jugendliche – sollen gefälschte Profile auf Dating-Plattformen angelegt haben. Laut Ermittlungen lockten sie ihre Opfer an abgelegene Orte, um sie dort zu überfallen, auszurauben und zu misshandeln. Die Staatsanwaltschaft wirft der Gruppe vor, ihre Straftaten systematisch dokumentiert zu haben.
Große Teile des Prozesses fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da einige der Angeklagten minderjährig sind. Ermittler fanden keine Hinweise auf Verbindungen zu einem organisierten Netzwerk oder politische Motive. Das Urteil folgt nach monatelangen Verhandlungen über die gewalttätige Vorgehensweise der Gruppe.
Die Verkündung markiert das Ende eines Verfahrens, das die Aufmerksamkeit auf durch Dating-Apps ermöglichte Gewaltverbrechen lenkt. Die Entscheidung des Gerichts wird über die rechtlichen Konsequenzen für die sechs Beschuldigten bestimmen. Das Ergebnis wird während der öffentlichen Sitzung bekannt gegeben.






