Stichwahl in Geretsried: Grünen-Support für Müller überrascht Konkurrenten
Emma HerrmannStichwahl in Geretsried: Grünen-Support für Müller überrascht Konkurrenten
Geretsrieds Oberbürgermeister-Stichwahl findet am 22. März statt
Bei der Oberbürgermeisterwahl in Geretsried kommt es am 22. März zu einer Stichwahl. Michael Müller (CSU) erreichte im ersten Wahlgang 43,1 Prozent der Stimmen, während Patrik Kohlert von der Geretsrieder Liste mit 24,6 Prozent folgte. Überraschend unterstützten nun die Grünen Müller – eine Entscheidung, die seinen Konkurrenten verblüfft zurücklässt.
Die Grünen begründeten ihre Unterstützung für Müller mit gemeinsamen Zielen in den Bereichen Mobilität und Energiewende. Kohlert zeigte sich hingegen "verwirrt", da seine eigene Partei in der aktuellen Legislaturperiode bereits mit den Grünen im Stadtrat zusammengearbeitet habe.
Kohlert kritisierte Müllers Bilanz und verwies auf Projekte wie die Pflasterung des Karl-Lederer-Platzes sowie das Wohnbauvorhaben OPUS.G. Diese Entscheidungen stünden im Widerspruch zu grünen Grundsätzen der Nachhaltigkeit, so Kohlert. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit weiterer klimawirksamer Grünflächen, um den steigenden Temperaturen und starken Regenfällen in Geretsried zu begegnen.
Beide Kandidaten bereiten sich nun auf die Stichwahl vor, wobei Kohlert darauf pocht, dass die endgültige Entscheidung bei den Wählerinnen und Wählern liege. Das Ergebnis wird die künftige Ausrichtung der Stadt in Umwelt- und Stadtentwicklungsfragen prägen.
Die Stichwahl am 22. März entscheidet über Geretsrieds nächsten Oberbürgermeister. Während Müller mit der Empfehlung der Grünen antritt, stellt Kohlert deren Wahl infrage. Das Votum wird maßgeblich beeinflussen, wie die Stadt künftig mit Klimaherausforderungen und städtischer Planung umgeht.






