SPD plant kapitalgedeckte Rente mit Start-up-Investitionen durch Bundesrentenfonds
Jana KellerSPD plant kapitalgedeckte Rente mit Start-up-Investitionen durch Bundesrentenfonds
Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, schrittweise ein kapitalgedecktes Rentenmodell in die gesetzliche Rentenversicherung Deutschlands einzuführen. Der Vorschlag kommt kurz nach der Bundestagsentscheidung zur Reform der privaten Altersvorsorge und zu einem Zeitpunkt, an dem die SPD ein umfassenderes Reformpaket finalisiert.
Im Mittelpunkt des Plans steht die Schaffung eines "Bundesrentenfonds", der bis zu fünf Prozent seiner Mittel in Start-ups oder europäische Unternehmen investieren soll, die sich auf einen Börsengang vorbereiten. Anfangs wäre der Fonds ein freiwilliges Angebot für betriebliche und private Altersvorsorgeprodukte. Langfristig soll er jedoch Teile der gesetzlichen Rente mitfinanzieren.
Die Abgeordneten schlagen zudem vor, regulatorische Grenzen zu lockern, um Versicherungen und Pensionsfonds flexibler in Start-ups investieren zu lassen. Ihr Papier steht im Einklang mit der Reformstrategie des SPD-Co-Vorsitzenden Lars Klingbeil, die unter anderem einen speziellen Start-up-Plan mit Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung in jungen Unternehmen vorsieht.
Privatpersonen sollen über neue Segmente in Dachfonds leichter Zugang zu Wachstumsunternehmen erhalten. Die Abgeordneten schätzen, dass diese Maßnahmen – falls umgesetzt – das Ziel der WIN-Initiative von derzeit 12 Milliarden Euro auf 25 Milliarden Euro bis 2030 steigern könnten.
Ziel des Vorhabens ist es, kapitalgedeckte Elemente in das bestehende Rentensystem zu integrieren und gleichzeitig Investitionen in Start-ups zu fördern. Sollte der Plan realisiert werden, würde dies eine grundlegende Veränderung bedeuten – sowohl für die Arbeitsweise der Rentenkassen als auch für die Verwendung ihrer Gelder. Die weiteren Reformpläne der SPD sollen in den kommenden Monaten konkretisiert werden.






