15 April 2026, 22:15

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekordlehrkräftemangel und politischer Schuldzuweisung

Offenes Buch mit detaillierter Landkarte von Brandenburg auf schwarzer Oberfläche.

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekordlehrkräftemangel und politischer Schuldzuweisung

Brandenburgs Bildungssystem steht vor schweren Herausforderungen, da ein Rekordlehrkräftemangel die Bedingungen an den Schulen weiter verschärft. Der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) macht jüngste Haushaltskürzungen für die Vertiefung der Krise verantwortlich. Unterdessen kritisiert das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) seinen ehemaligen Koalitionspartner, die SPD, weil diese langjährige Probleme in der Bildungspolitik nicht angegangen habe.

Die aktuellen Schwierigkeiten begannen mit Entscheidungen, die während der SPD-BSW-Regierung getroffen wurden. Der Haushalt 2025 strich 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte – eine Maßnahme, die Hoffmann als direkten Auslöser für den Personalmangel bezeichnet. Zudem müssen die meisten Lehrer seit dem zweiten Halbjahr des Schuljahres eine zusätzliche Stunde pro Woche unterrichten. Diese Regelung hatte der damalige SPD-Bildungsminister Steffen Freiberg gemeinsam mit dem früheren Finanzminister Robert Crumbach eingeführt, der inzwischen wieder für die SPD tätig ist.

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Die BSW-Landesvorsitzende Friederike Benda bezeichnete die frühere Unterstützung ihrer Partei für die SPD-Bildungspolitik als Fehler. Sie argumentiert, die Krise sei das Ergebnis jahrzehntelanger Fehlentscheidungen von CDU und SPD – nicht nur der vergangenen zwölf Monate. Bendas Kritik an Hoffmanns Vorwürfen fiel scharf aus: Sie nannte seine Aussagen "lächerlich" und betonte, das aktuelle Chaos spiegle langfristiges Versagen wider, nicht aktuelle Maßnahmen.

Hoffmann hingegen beharrt darauf, dass die SPD-Kürzungen eine ohnehin schon schwierige Lage deutlich verschlimmert hätten. Der Streit zeigt die wachsenden Spannungen darüber, wer die Verantwortung für die maroden Schulen in Brandenburg trägt.

Der Lehrkräftemangel und die erhöhte Arbeitsbelastung setzen viele Schulen im Land extrem unter Druck. Während CDU und BSW der SPD die Schuld geben, bleibt die Debatte über die Bildungspolitik ungelöst. Die Folgen dieser Entscheidungen werden Lehrkräfte und Schüler auch im kommenden Schuljahr belasten.

Quelle