29 June 2026, 02:19

Solingen atmet auf: Bund übernimmt 80 Prozent der Mehrkosten für Pflichtaufgaben

CDU Solingen begrüßt Bundes-Länder-Einigung: "Wer befiehlt, muss auch bezahlen"

Solingen atmet auf: Bund übernimmt 80 Prozent der Mehrkosten für Pflichtaufgaben

Solingen steht vor jährlichen finanziellen Belastungen von rund 74,5 Millionen Euro durch unfinanzierte Pflichtaufgaben. Die CDU-Ratsfraktion hat nun die jüngsten Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz als wichtigen Schritt für die Kommunalfinanzen gewürdigt. Das Treffen fand am 25. Juni statt.

Die CDU-Fraktion in Solingen bewertet die Vereinbarung als bedeutenden Fortschritt. Demnach übernimmt der Bund künftig 80 Prozent der Mehrkosten, die durch neue oder geänderte Gesetze auf Länder und Kommunen zukommen. Ursprünglich war lediglich eine Kostenübernahme von 50 Prozent vorgesehen gewesen.

Die Partei begrüßt zudem das Prinzip der Kausalverantwortung: Wer neue Verpflichtungen einführe, müsse auch die damit verbundenen Kosten tragen. Ein weiterer positiver Punkt ist die Entscheidung, die kommunalen Spitzenverbände von Anfang an in die Kostenschätzungen für neue Gesetzesvorhaben einzubinden.

Die Modernisierung der Verwaltung bleibt ein zentrales Anliegen. Die CDU unterstützt Pläne zur Aufgabenstandardisierung, Konsolidierung und Digitalisierung. Die eigentliche Herausforderung werde jedoch darin bestehen, diese Beschlüsse in tatsächliche finanzielle Entlastung für Solingen umzusetzen.

Ziel der Vereinbarung ist es, den finanziellen Druck auf Solingen und andere Kommunen zu verringern. Mit der nun vorgesehenen 80-prozentigen Kostenübernahme könnte die Stadt mehr Spielraum für dringende Investitionen behalten. Die CDU sieht darin einen Schritt hin zu einer gerechteren Finanzierung der kommunalen Haushalte.

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