02 April 2026, 22:16

Solarförderung endet: Deutschlands Energiewende vor radikaler Wende durch Reiche-Reformen

Ein Plakat, das die Installation von Dachsolaranlagen mit verfügbaren Steuergutschriften von bis zu 30% der Kosten bewirbt, zeigt ein Haus mit Solarpanelen auf dem Dach, Text und ein Logo.

Solarförderung endet: Deutschlands Energiewende vor radikaler Wende durch Reiche-Reformen

Deutschlands Erneuerbare-Energien-Branche steht vor tiefgreifenden Veränderungen, da die Bundesregierung plant, die Förderung für neue Solaranlagen zu beenden. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat Reformen vorgeschlagen, um Photovoltaikanlagen netzdienlicher und kostengünstiger zu gestalten. Dazu gehören der schrittweise Abbau von Entschädigungen für Stromabschaltungen sowie die Verlagerung von Kosten auf die Betreiber der Anlagen.

In einer aktuellen Mitteilung kündigte Reiche das Ende der Einspeisevergütung für neue Photovoltaikanlagen an. Stattdessen sollen diese "intelligent" betrieben werden – durch die Kopplung von Stromerzeugung mit Speichern und Netzteuerung. Kleine Solaranlagen würden zudem in die Direktvermarktung überführt, was die Betreiber zwingt, ihren Strom aktiv zu verkaufen, statt auf feste Tarife zu setzen.

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Die Ministerin betonte, dass bestehende Solaranlagen ihre EEG-Förderung behalten werden. Allerdings strebt sie eine Kürzung der Entschädigungen für abgeregeltem Ökostrom an – ein Vorgang, der als Redispatch bekannt ist. Die Daten zeigen, dass solche Maßnahmen bei Solarstrom im zweiten Quartal 2025 fast doppelt so häufig wie zuvor angewendet wurden.

Zudem plant Reiche, einen größeren Teil der Netzausbaukosten auf Wind- und Solarbetreiber abzuwälzen. Ihrer Ansicht nach würde eine bessere Abstimmung zwischen dem Ausbau der Erneuerbaren und dem Netzausbau die Gesamtkosten für Energie senken. Um dies zu prüfen, hat sie einen "Realitätscheck für die Energiewende" angeordnet, der beide Bereiche synchronisieren soll.

Trotz der geplanten Änderungen gibt die Bundesnetzagentur an, dass mindestens 97 Prozent des Ökostroms weiterhin bei den Verbrauchern ankommt. Gleichzeitig machen sinkende Installationskosten und neue Stromabnahmeverträge (PPAs) Solarstrom auch ohne Subventionen wirtschaftlich attraktiv.

Die vorgeschlagenen Reformen würden einen grundlegenden Wandel in der deutschen Solarpolitik einläuten. Neue Anlagen müssten künftig über Speicher und intelligente Steuerungen verfügen, um rentabel zu bleiben, während die Betreiber mit höheren Netzentgelten rechnen müssen. Die Regierung versichert, dass die Änderungen die Energiewende effizienter und bezahlbarer machen werden.

Quelle