Charlene White verteidigt Meghan: "Die Besessenheit ist giftig"
ITV-Moderatorin Charlene White hat sich inmitten der anhaltenden öffentlichen Kritik an der Herzogin von Sussex verteidigend zu Wort gemeldet. Die Journalistin, die selbst immer wieder mit harter Kritik konfrontiert wurde, bezeichnete die Besessenheit von Meghan als giftig. White sprach dabei auch offen über persönliche Kämpfe – darunter Trauer und die Belastung durch öffentliche Anfeindungen.
White kritisierte die Art und Weise, wie mit der Herzogin von Sussex umgegangen wird, und nannte die öffentliche Fixierung auf sie ein "Sport", der längst schädliche Züge angenommen habe. Sie fragte, wie Menschen so starke Meinungen über jemanden bilden könnten, den sie noch nie getroffen hätten. Ihre Äußerungen folgen auf ein Interview, das Meghan kürzlich mit ITV-Journalist Tom Bradby über die Schwierigkeiten eines Lebens im Rampenlicht führte.
White kennt die Last öffentlicher Bewertung nur zu gut. 2015 sah sie sich massiver Kritik ausgesetzt, nachdem sie sich geweigert hatte, während einer Live-Sendung zum Remembrance Day eine Mohnblume zu tragen – mit Verweis auf ihren muslimischen Glauben und Bedenken hinsichtlich der Neutralitätspflicht aufgrund der Wohltätigkeitsregeln. Die damalige Debatte warf grundsätzliche Fragen zur religiösen Inklusion in den britischen Medien auf. Im Laufe der Jahre hat sich die Wahrnehmung ihrer Haltung gewandelt; manche erkennen heute die Notwendigkeit größerer Vielfalt und Rücksichtnahme an.
Trotz wachsender Widerstandsfähigkeit gab White zu, dass sie die Kritik nach wie vor belastet. Erst kürzlich nahm sie sich eine Auszeit von der Arbeit, nachdem ihr Vater Suizid begangen hatte – und erkannte, dass sie ihre Trauer nicht länger verbergen müsse. Sie betonte, wie wichtig es sei, über Persönlichkeiten wie Meghan zu sprechen, ohne auf Klicks aus zu sein oder Negativität zu schüren.
Whites Aussagen unterstreichen den Druck, dem öffentliche Figuren – ob in der Königsfamilie oder den Medien – ausgesetzt sind. Ihre eigenen Erfahrungen mit Kritik und Verlust prägen ihre Sicht darauf, wie Frauen im Scheinwerferlicht behandelt werden. Die Diskussion um Meghan hält derweil an, mit Forderungen nach einem sachlicheren und respektvolleren Diskurs.






