27 March 2026, 18:19

"Richi"-Meme: Warum die Familie jetzt gegen Merchandise und Hymne kämpft

Schwarzes und weißes Foto von Menschen, die Hockey auf einem Eisplatz spielen, mit Gebäuden, Bäumen, Pfählen und Bergen im Hintergrund, mit Text unten.

"Richi"-Meme: Warum die Familie jetzt gegen Merchandise und Hymne kämpft

Ein Schweizer Dokumentarclip aus dem Jahr 2010, in dem ein Junge von einem Bagger fällt, ist zum langjährigen Meme in der Schweiz geworden. Bekannt als das "Richi"-Meme, inspirierte er Merchandise-Artikel, ein Lied und sogar eine offizielle Sport-Hymne. Nun hat sich die betroffene Familie gegen die unerlaubte kommerzielle Nutzung ausgesprochen.

Das Meme entstand 2010 in einer Folge der SRF-Serie "Auf und davon". Zu sehen ist ein kleiner Junge, der von einem Bagger stürzt, während sein Vater ruft: "Richiii! I ha gseit, du söusch di guet häbe!" Der Ausschnitt verbreitete sich rasant in der Schweiz und brachte Socken, Bügelbilder, ein Kinderbuch und ein von Studierenden entwickeltes Kartenspiel hervor.

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2022 veröffentlichte die Schweizer Band Stubete Gäng den Song "Richi", der den Ausruf des Vaters und das Bagger-Motiv samplet. Der Track erhielt zusätzliche Aufmerksamkeit, als er zur offiziellen Torhymne der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM 2024 in Prag erklärt wurde.

Doch kürzlich kritisierte die Familie die unerlaubte Verwendung ihres Bildes und ihrer Stimmen in Merchandise-Artikeln und im Song. Zwar hält der SRF teilweise die Rechte am Filmmaterial, doch die Familie besitzt die Persönlichkeitsrechte an ihren Abbildungen und Stimmen. Nach ihren Einwänden strich der Schweizer Eishockeyverband "Richi" als Torhymne. Auch Stubete Gäng kündigte an, den Song neu aufzunehmen – diesmal ohne die Stimme des Vaters.

Das "Richi"-Meme hat die Schweizer Popkultur nachhaltig geprägt und taucht seit über einem Jahrzehnt auf Produkten und in der Musik auf. Doch nach dem Eingreifen der Familie stehen künftige kommerzielle Verwendungen nun vor rechtlichen und ethischen Fragen. Der Fall wirft grundsätzliche Debatten über Zustimmung und Besitzverhältnisse bei Internet-Memes auf.

Quelle