REVAMP-Projekt revolutioniert Recycling von Nutzfahrzeugbatterien durch Automatisierung
Jana KellerREVAMP-Projekt revolutioniert Recycling von Nutzfahrzeugbatterien durch Automatisierung
REVAMP: Automatisierte Bewertung gebrauchter Nutzfahrzeugbatterien
Ein neues Projekt mit dem Namen REVAMP arbeitet daran, die Bewertung gebrauchter Batterien aus Nutzfahrzeugen zu automatisieren. Die im Februar 2023 gestartete Initiative läuft über drei Jahre und zielt darauf ab, die wirtschaftliche Aufbereitung dieser Batterien für eine Wiederverwendung zu verbessern. Unterstützt wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).
Am REVAMP-Projekt beteiligen sich neun Partner aus Industrie und Forschung. Konsortialführer ist MAN Truck & Bus, unterstützt von Bertrandt Technikum GmbH, Software AG, IBG Automation GmbH, BE-Power GmbH, Wacker Neuson Produktion GmbH & Co. KG und Weidemann GmbH. Auf akademischer Seite wirken das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) und das Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen mit, ebenso wie das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (Fraunhofer IPT). Die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH übernimmt das Projektmanagement und koordiniert die Zusammenarbeit.
Das Team entwickelt automatisierte Verfahren zum Zerlegen und Testen gebrauchter Batterien. Ein zentrales Element des Projekts ist die Erstellung eines digitalen Zwillings, der den gesamten Lebenszyklus der Batterien abbildet. Dieses Werkzeug soll helfen, Nachhaltigkeitsziele zu bewerten und Entscheidungen über die Wiederverwendung von Batterien zu optimieren.
Langfristiges Ziel ist es, die Nutzung von Second-Use- und Second-Life-Batterien in Deutschland zu fördern. Durch effizientere Bewertungs- und Aufbereitungsprozesse soll das Recycling von Batterien wirtschaftlicher und kostengünstiger werden.
Das REVAMP-Projekt läuft bis Anfang 2026. Die Ergebnisse könnten die Wiederverwertung von Nutzfahrzeugbatterien erleichtern, Abfall reduzieren und die Nachhaltigkeit stärken. Die entwickelten automatisierten Systeme und digitalen Tools könnten zudem neue Maßstäbe für das Batterie-Lebenszyklusmanagement in der Branche setzen.






