Reh Erwin landet versehentlich im Schwarzwald statt in Bayern – Ermittlungen laufen
Johanna SchwarzElk Erwin auf der wilden Gänseschau - Lief alles nach Plan? - Reh Erwin landet versehentlich im Schwarzwald statt in Bayern – Ermittlungen laufen
Ein Reh mit dem Namen Erwin, auch bekannt als Lord Fynn, sollte eigentlich vom Wildpark Pforzheim in einen Wildpark in Bayern gebracht werden. Stattdessen landete das Tier im Schwarzwald – ein Vorfall, der nun Gegenstand laufender Ermittlungen ist. Die Behörden prüfen derzeit, wie es zu der Verwechslung kommen konnte und wer die Verantwortung trägt.
Vor jedem Ferntransport von Rehen verlangen EU-Vorschriften den Nachweis von Sachkunde sowie eine offizielle Genehmigung. Der abgebende Park muss zudem sicherstellen, dass der Empfangsort das Tier artgerecht unterbringen kann. Im vorliegenden Fall war der Wildpark Pforzheim verpflichtet, für Erwin ein Herkunftszertifikat und ein Transportdokument auszustellen.
Eine weitere rechtliche Voraussetzung ist eine gültige Erlaubnis des örtlichen Veterinäramts. Sobald das Tier ordnungsgemäß übergeben wurde, geht die Verantwortung auf den Transportunternehmer über. Doch die genauen Handlungen des Transporteurs sind noch unklar, und er gerät zunehmend in den Fokus der Ermittlungen.
EU-weit gibt es keine spezifischen Vorgaben zu artgerechten Transportbedingungen für Rehe. Zudem fanden sich in den verfügbaren Quellen keine Unterlagen der Passauer Behörden oder vergleichbarer bayerischer Wildparks. Die Polizei führt ihre Nachforschungen fort, darunter noch ausstehende Befragungen, unter anderem die des Transporteurs.
Ziel der Ermittlungen ist es, aufzuklären, wie das Reh an den falschen Ort gelangte und ob in jeder Phase des Transports die vorgeschriebenen Verfahren eingehalten wurden.
Der Fall bleibt weiterhin Gegenstand aktiver polizeilicher Untersuchungen, wobei zentrale Fragen noch unbeantwortet sind. Die Behörden müssen prüfen, ob vor und während des Transports alle rechtlichen Schritte eingehalten wurden. Die weiteren Entwicklungen hängen von den Ergebnissen der Befragungen und den in den kommenden Wochen gesammelten Beweisen ab.