09 June 2026, 22:19

Produktpiraterie kostet Milliarden – wie der Zoll gegen Fälschungen kämpft

ZOLL-M: Zoll gegen Marken- und Produktfälschung. Der 26. April ist der Weltgeistigkeitseigentumstag.

Produktpiraterie kostet Milliarden – wie der Zoll gegen Fälschungen kämpft

Heute ist Welttag des geistigen Eigentums – ein Anlass, um auf die wachsende Bedrohung durch Ideendiebstahl und Produktpiraterie aufmerksam zu machen. Diese Straftaten untergraben Deutschlands Innovationskraft, kosten Arbeitsplätze und verursachen jährlich Milliardenverluste weltweit. Die Behörden verschärfen nun ihre Maßnahmen gegen den illegalen Handel mit Fälschungen.

Seit 2020 haben deutsche Zollbeamte 66.000 Sendungen beschlagnahmt, die im Verdacht standen, gegen Urheber- und Markenrechte zu verstoßen. Im selben Zeitraum konfiszierten sie 31 Millionen Plagiate im Wert von fast einer Milliarde Euro. Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Produkpiraterie dient als zentrale Anlaufstelle für Rechteinhaber und arbeitet mit Unternehmen zusammen, um Beschlagnahmeanträge an Grenzen in Deutschland und der EU zu koordinieren.

Erst kürzlich wurde ein 49-jähriger Augsburger Unternehmer zu zehn Monaten Bewährung verurteilt. Er hatte gefälschte Waren einer bekannten Marke vertrieben – die Plagiate stammten aus Asien. Ende 2020 beschlagnahmte der Zoll rund 7.000 gefälschte Ersatzteile und Smartphones, die mit seinen Geschäften in Verbindung standen.

Der Zoll verschärft nun die Kontrollen, um den illegalen Handel mit Fälschungen einzudämmen. Das Ausmaß des Problems bleibt enorm: Gestohlene Forschungsergebnisse und Produktinnovationen kosten die Weltwirtschaft jährlich Milliarden. Durch die verschärften Maßnahmen wurden bereits Millionen gefälschter Waren vom Markt genommen. Strengere Zollprüfungen sollen finanzielle Verluste verringern und Innovationen schützen. Rechteinhaber setzen weiterhin auf die Zentralstelle, um Urheberrechte in ganz Europa durchzusetzen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle