"Playboy Deutschland" verklagt Meta nach Facebook-Sperre ohne Begründung
Jana Keller"Playboy Deutschland" verklagt Meta nach Facebook-Sperre ohne Begründung
Der deutsche Verlag des Playboy-Magazins hat rechtliche Schritte gegen Meta eingeleitet, nachdem die Facebook-Seite des Magazins dauerhaft gelöscht wurde. Die Kouneli Media GmbH, hinter Playboy Deutschland, reichte nach der Sperrung am 17. Februar 2025 eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur ein. Der Social-Media-Konzern hat seine Entscheidung bisher weder zurückgenommen noch konkret dargelegt, welche Beiträge genau zur Löschung führten.
Meta hatte die Facebook-Seite von Playboy Deutschland deaktiviert und dabei auf Verstöße gegen seine Richtlinien zu "sexuell anspielendem Kontakt zwischen Erwachsenen" sowie "Nacktheit und sexueller Aktivität" verwiesen. Trotz der Sperrung gab das Unternehmen jedoch nicht an, welcher konkrete Inhalt die Regelverletzung ausgelöst hatte.
Kouneli Media versuchte seit der Sperrung wiederholt, die Angelegenheit mit Meta zu klären. Der Verlag führte Gespräche und forderte Erklärungen an, erhielt jedoch keine konstruktive Antwort. Angesichts der ausbleibenden Fortschritte beauftragte das Unternehmen eine Münchner Kanzlei, um gerichtlich gegen das Vorgehen von Meta vorzugehen.
Der Verein Freie Presse unterstützte öffentlich den Rechtsstreit von Kouneli Media. Die Organisation warnt, dass Metas Umgang mit dem Fall ein bedenkliches Präzedenz für die Pressefreiheit schaffen könnte. Unterdessen prüft die Bundesnetzagentur die Beschwerde, doch seit der ursprünglichen Blockade gab es weder Aktualisierungen noch Änderungen.
Der Konflikt bleibt ungelöst: Meta hält an der Sperrung der Seite fest, während Kouneli Media auf eine juristische Lösung drängt. Die Prüfung durch die Bundesnetzagentur läuft noch, doch bisher führte keine offizielle Maßnahme zu einer Veränderung der Situation. Der Fall verdeutlicht die Spannungen zwischen Plattformrichtlinien und den Rechten von Verlagen, Inhalte zu verbreiten.






