21 April 2026, 10:18

Pistorius reformiert Reservekräfte: Altersgrenze steigt auf 70 Jahre

Ein altes Buch mit Papieren, die Text und Bilder zu den Auswirkungen und Budgets von Militärpersonal enthalten.

Pistorius reformiert Reservekräfte: Altersgrenze steigt auf 70 Jahre

Bundeswehrminister Boris Pistorius plant umfassende Reform der Reservekräfte

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius will am Mittwoch eine grundlegende Neuausrichtung der deutschen Reservekräfte vorstellen. Die neue Strategie sieht unter anderem eine Anhebung der Altersgrenze für Reservistinnen und Reservisten von 65 auf 70 Jahre vor. Die Änderungen sind Teil umfassender Maßnahmen zur Stärkung der nationalen Verteidigungskapazitäten.

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Aktuell sind rund 60.000 Reservisten aktiv einsatzbereit und können kurzfristig abberufen werden. Das Verteidigungsministerium gibt jedoch zu, dass keine genauen Zahlen über die Gesamtzahl der Reservisten vorliegen. Der Verband der Reservisten der Bundeswehr beziffert die Zahl seiner Mitglieder auf etwa 110.000.

Das geplante Reservistenstärkungsgesetz, das noch in diesem Sommer eingebracht werden soll, schafft die bisherige freiwillige Mitwirkungspflicht für Arbeitgeber ab. Künftig sollen Unternehmen Reservisten nicht mehr daran hindern dürfen, an militärischen Übungen teilzunehmen. Diese Änderung reagiert auf die Kritik, dass bisherige Ablehnungen seitens der Arbeitgeber die Ausbildung und Einsatzbereitschaft der Reservisten beeinträchtigt haben.

Pistorius betonte zudem die Notwendigkeit einer besseren Planung bei der Ausbildung der Reservisten. Das Ministerium will sicherstellen, dass diese jährlich über angemessene Ausstattung verfügen und sinnvolle Übungen durchlaufen. Da Menschen heute länger fit bleiben und das Renteneintrittsalter steigt, passe die Anhebung der Dienstaltersgrenze auf 70 Jahre zu den gesellschaftlichen Entwicklungen, so die Begründung der Behörden.

Die Reformen verpflichten Arbeitgeber, die Teilnahme von Reservisten ohne Widerspruch zu ermöglichen. Nun liegt der Fokus des Ministeriums auf der Umsetzung strukturierter Ausbildungsprogramme und einer präzisen Personalerfassung. Sollten die Pläne verabschiedet werden, handele es sich um die tiefgreifendste Modernisierung des Reservistensystems in Deutschland seit Jahren.

Quelle