Oktoberfest-Bilanz: 6,5 Millionen Besucher und ebenso viel Bier in Litern - Oktoberfest 2023: Rekordbesuch trotz Gewalt und Bombendrohung
Das Münchner Oktoberfest lockte in diesem Jahr 6,5 Millionen Besucher an – und schenkte dabei rund 6,5 Millionen Liter Bier aus. Die diesjährige Ausgabe verzeichnete sowohl Rekordbesucherzahlen als auch unerwartete Störungen, darunter eine längere Schließung und eine gewaltsame Familientragödie, die Teile der Stadt lahmlegte.
Der besucherstärkste Tag war der 3. Oktober, ein Feiertag, an dem trotz einer einstündigen Unterbrechung etwa 250.000 Gäste auf das Festgelände strömten. Die Sicherheitskräfte vereitelten zudem rund 116.000 Versuche von Bierkrug-Diebstählen und sorgten so für einen möglichst reibungslosen Ablauf.
Ein 57-jähriger Mann löste Chaos aus, als ein Familienstreit in eine blutige Gewalttat eskalierte, die Teile Münchens – einschließlich des Oktoberfests – stundenlang zum Stillstand brachte. Der Täter nahm sich nach der Tötung seines 90-jährigen Vaters und der Verletzung seiner Mutter und Tochter selbst das Leben.
Zudem führte eine Bombendrohung zu einer über siebenstündigen Sperrung des Geländes. Trotz dieser Rückschläge verzeichneten die großen Festzeltbetreiber einen Anstieg der Speiseumsätze um sechs Prozent – die Verkaufszahlen für Hähnchen waren darin jedoch nicht enthalten.
Bis zum Ende des Festes wurden rund 4.500 Fundsachen registriert, von denen 900 an ihre Besitzer zurückgegeben werden konnten. Der Anteil internationaler Gäste lag bei etwa 21 Prozent, mit den höchsten Besucherzahlen aus den USA, Italien, Großbritannien und Österreich.
Das Oktoberfest 2023 zog mit starken Besucherzahlen und hohem Bierkonsum eine positive Bilanz – auch wenn die Störungen ihre Spuren hinterließen. Die Sicherheitsmaßnahmen verhinderten massenhafte Diebstähle, und die Organisatoren konnten fast ein Fünftel der verlorenen Gegenstände zurückführen. Wirtschaftlich profitierte das Fest von gestiegenen Speiseumsätzen und einer stabilen internationalen Besucherschaft.






