29 April 2026, 18:20

Nürnberger Flughafen setzt nach Pandemie auf Billigflieger und neue Strategien

Menschen sitzen auf dem Flughafenboden und halten ein "Berlin wegen Klimakrise abgesagt"-Schild mit verstreuten Gegenständen und Rolltreppen im Hintergrund.

Nürnberger Flughafen setzt nach Pandemie auf Billigflieger und neue Strategien

Flughafen Nürnberg (NUE) stellt Strategie nach Pandemie-Einbruch neu auf

Nach einem Rückgang der Passagierzahlen um 83,2 Prozent im Oktober 2020 infolge der Pandemie gestaltet der Flughafen Nürnberg seine Ausrichtung grundlegend um. Während er früher vor allem von klassischen Fluggesellschaften geprägt war, setzt er nun auf die Gewinnung von Billigfliegern und passt sich den veränderten Reisebedürfnissen an.

Vor der COVID-19-Krise stützte sich der NUE stark auf Geschäftsreisende und Drehkreuz-Verbindungen, wobei die Lufthansa eine zentrale Rolle spielte. Doch die Nachfrage nach Zubringerflügen brach ein, und die künftige Dominanz der Lufthansa ist ungewiss. Zudem verschärften Umweltdebatten über kurze Inlandsstrecken den Druck auf den Standort.

Als Reaktion bildete der Flughafen eine Taskforce, um das Preismodell zu überarbeiten. Heraus kam das Anreizprogramm "Blue Ocean Lifeline", das gezielt Billigairlines anlocken soll. Ab Sommer 2021 zahlen Fluggesellschaften nur noch für die Infrastruktur, die sie tatsächlich nutzen – ein Abschied von festen Gebühren.

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Zudem setzt der NUE auf eine Erholung des Urlaubs- und VFR-Reiseverkehrs (Visiting Friends and Relatives), insbesondere in Richtung Italien, Griechenland und Osteuropa. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass diese Segmente schnell wieder anziehen, während sich Geschäftsreisetrends weiterhin schwer prognostizieren lassen. Ziel ist es, das ungenutzte Potenzial der Region zu erschließen – unabhängig vom Wettbewerb.

Mit dem neuen Preissystem und gezielten Anreizen wirbt der Flughafen gezielt um Low-Cost-Carrier und füllt so die Lücke, die die Pandemie bei traditionellen Airlines hinterlassen hat. Die Änderungen spiegeln einen grundlegenden Wandel im Reiseverhalten wider: Während die Nachfrage nach Freizeitreisen das Wachstum antreiben soll, bleibt die Zukunft der Geschäftsrouten ungewiss.

Quelle