Neuer Wasserstoff-Campus in Wörth-Wiesent eröffnet: Bayern setzt auf grüne Zukunftstechnologien
Emma HerrmannNeuer Wasserstoff-Campus in Wörth-Wiesent eröffnet: Bayern setzt auf grüne Zukunftstechnologien
Die Technische Hochschule Deggendorf hat mit der offiziellen Eröffnung eines neuen Standorts einen bedeutenden Schritt in der Wasserstoffforschung gemacht. Wissenschaftsminister Markus Blume weihte am Montag, dem 15. September, den Technologiecampus Wörth-Wiesent ein. Im Rahmen der Veranstaltung gab es einen Tag der offenen Tür, bei dem Besucherinnen und Besucher die laufenden Forschungsprojekte hautnah erleben konnten.
Der Campus forscht bereits seit zwei Jahren in modernen Laboren an zukunftsweisenden Projekten. Ein zentrales Vorhaben ist die Entwicklung der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung in Kooperation mit Tunesien. Nun wird der Standort um ein neues Zentrum für Wasserstofftechnologien und klimaneutrale Lösungen erweitert.
Ab März 2026 wird der Campus mit zwölf internationalen Partnern zusammenarbeiten. Dazu zählen das H2Wert-Projekt mit österreichischen Einrichtungen sowie die von der EU geförderte Initiative HyFlexPower mit Forschenden aus Italien und Dänemark, die von 2022 bis 2025 läuft. Eine separate Vereinbarung mit dem südkoreanischen KIER konzentriert sich auf die Brennstoffzellentechnologie.
Bei der Einweihung ließ man symbolisch einen Wasserstoffballon steigen. Ziel der Forschung ist es, die Kosten zu senken und den Zugang zu Wasserstofftechnologien für eine breitere Nutzung zu erleichtern.
Der neue Gebäudekomplex am Technologiecampus Wörth-Wiesent stärkt die Bemühungen um eine klimaneutrale Zukunft. Internationale Partnerschaften und laufende Projekte werden dazu beitragen, die Wasserstofftechnologie voranzubringen. In den kommenden Jahren soll die Umsetzung dieser Innovationen praxistauglicher und erschwinglicher werden.






