19 March 2026, 12:19

Münchner Investmentbetrug: 50 Millionen Euro Schaden durch Cybertrading-Falle

Eine Bleistiftzeichnung des Schloss Schilbau-Gefängnisses, die ein mehrstöckiges Gebäude mit zahlreichen Fenstern und einer Leiter zeigt, begleitet von handgeschriebenem Text auf Papier.

Münchner Investmentbetrug: 50 Millionen Euro Schaden durch Cybertrading-Falle

Betrugsfall in München: Über 50 Millionen Euro Schaden durch Online-Investmentbetrug

Ein großer Investmentbetrug in München führte 2025 zu Verlusten von über 50 Millionen Euro. Kriminelle lockten Opfer mit gefälschten Online-Handelsplattformen in die Falle und nutzten dabei Täuschungsmanöver wie erfundene Renditen. Zwei Hauptverdächtige des Betrugsnetzwerks wurden nun verurteilt, nachdem sie im August 2025 festgenommen worden waren.

Die Betrüger setzten auf eine Methode namens Cybertrading: Sie richteten falsche Handels-Apps und Websites ein, um Opfer zur Geldanlage zu bewegen. Viele wurden zunächst über Dating-Portale oder soziale Medien kontaktiert – eine Masche, die als Romance-Baiting bekannt ist. Anschließend überredete man sie, Geld zu überweisen. Sobald die Opfer investiert hatten, wurden ihnen gefälschte Gewinne vorgegaukelt, um weitere Zahlungen zu provozieren – am Ende verloren sie alles.

Zwischen 2023 und 2025 registrierte die deutsche Polizei bundesweit über 1.500 ähnliche Fälle, von denen etwa 300 aufgeklärt wurden, wie aus Statistiken des Bundeskriminalamts (BKA) hervorgeht. Der Münchner Fall stach durch sein Ausmaß hervor: Ein internationales Netzwerk war beteiligt. Zwei Männer aus Malaysia reisten extra in die Stadt, um Betrug zu begehen – einem Opfer entwendeten sie allein 93.400 Euro.

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Annis B. (47) und Zong C. (33) fungierten als Geldkuriere für die Bande und wuschen die Gelder über mehrere Konten. Beide wurden im August 2025 festgenommen und in Untersuchungshaft genommen. Nun verurteilte ein Münchner Gericht Annis B. zu drei Jahren und acht Monaten Haft. Zong C. erhielt eine zweijährige Bewährungsstrafe.

Die Verurteilungen folgen auf monatelange Ermittlungen in einem der größten Cybertrading-Betrugsfälle Deutschlands. Die Behörden warnen die Bevölkerung vor unseriösen Anlageangeboten, insbesondere wenn diese über Dating-Plattformen oder soziale Medien kommen. Der Fall unterstreicht die wachsende Bedrohung durch digitale Finanzbetrügereien – die Polizei ermittelt weiterhin gegen ähnliche Strukturen im ganzen Land.

Quelle