19 March 2026, 16:20

Bayern stellt Wölfe unter Jagdrecht – was die Reform für Ökosysteme bedeutet

Liniengraph, der den Anstieg der Wolfpopulation in Deutschland von 2000 bis 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Landtag gibt grünes Licht für leichtere Wolfjagd in Bayern - Bayern stellt Wölfe unter Jagdrecht – was die Reform für Ökosysteme bedeutet

Bayern reformiert Jagdgesetz – Wölfe und Goldschakale jetzt dem Jagdrecht unterstellt

Bayern hat sein Jagdrecht grundlegend überarbeitet und damit weitreichende Änderungen für den Wildtierbestand eingeführt. Der Landtag verabschiedete kürzlich Reformen, die Wölfe und Goldschakale offiziell zu jagdbaren Arten erklären. Die Neuregelungen passen zudem die Jagdzeiten an und räumen lokalen Jägern und Grundbesitzern mehr Entscheidungsbefugnisse ein.

Nach den neuen Bestimmungen können Wölfe künftig leichter bejagt werden, um Nutztiere zu schützen. Die Reform erlaubt zudem die Tötung kranker Tiere, sofern dies dem Artenschutz dient. Die geplanten Bejagungsmaßnahmen orientieren sich an aktualisierten Richtlinien und geben Jägern sowie Grundbesitzern mehr Gestaltungsspielraum.

Die Jagdzeit auf Rehwild beginnt nun bereits Mitte April – eine Vorverlegung, die vor dem Hintergrund wachsender Diskussionen über das ökologische Gleichgewicht steht. In den vergangenen fünf Jahren ist die Wolfspopulation in Bayern von etwa 20 Rudeln auf über 80 angestiegen, angetrieben durch natürliche Vermehrung und Zuwanderung aus Nachbarregionen. Besonders betroffen sind die Oberpfalz, Franken und der Bayerische Wald, wo die Zunahme zu vermehrten Konflikten mit Landwirten führt.

Umweltverbände wie der Bund Naturschutz kritisieren die Lockerungen scharf. Sie warnen, dass die Änderungen Wälder und Ökosysteme gefährden könnten – insbesondere durch den erhöhten Jagddruck auf Rehe und Wölfe.

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Die Reformen markieren einen deutlichen Kurswechsel in der bayerischen Wildtierpolitik. Während Wölfe und Goldschakale künftig leichter bejagt werden dürfen, erhalten Jäger mehr Eigenverantwortung. Die langfristigen Folgen für Ökosysteme und Landwirtschaft bleiben jedoch abzuwarten.

Quelle