Metallpulver in 1.200 Airbus-Triebwerken: Seltenes Produktionsproblem löst Reparatur-Welle aus
Emma HerrmannMetallpulver in 1.200 Airbus-Triebwerken: Seltenes Produktionsproblem löst Reparatur-Welle aus
Ein seltener Produktionsfehler hat etwa 1.200 Triebwerke betroffen, die in Airbus-A320neo-Flugzeugen eingesetzt werden. Das Problem besteht in einer Verunreinigung durch Metallpulver während der Herstellung. Ingenieure arbeiten nun daran, das Problem zu beheben und Verspätungen für Fluggesellschaften zu minimieren.
Bei den betroffenen Triebwerken handelt es sich um das Modell PW1100G-JM, das von MTU und Pratt & Whitney hergestellt wird. Sie treiben etwa die Hälfte aller derzeit im Einsatz befindlichen Airbus-A320neo-Familienjets an. Die Verunreinigung wurde bei routinemäßigen Kontrollen entdeckt.
Etwa 200 Triebwerke müssen bis Mitte September gewartet werden. Die übrigen folgen schrittweise, wobei mit der Behebung aller Schäden bis 2024 oder 2025 gerechnet wird. Die Fluggesellschaften wurden informiert, und es werden Maßnahmen ergriffen, um Störungen im Flugplan so gering wie möglich zu halten.
Ursache des Problems ist ein selten aufgetretener Fertigungsfehler, bei dem Metallpulver in die Triebwerkskomponenten gelangt ist. Die Hersteller überprüfen derzeit ihre Produktionsabläufe, um ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden. Die Reparaturen werden in Phasen durchgeführt, beginnend mit den dringendsten Fällen. Fluggesellschaften, die die betroffenen Maschinen betreiben, müssen ihre Wartungspläne anpassen. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Gewährleistung der Sicherheit bei gleichzeitiger Minimierung von Verzögerungen.






