Merz' China-Reise: Wirtschaftliche Chancen trotz politischer Spannungen
Leon SchmidtChinas Außenminister zu Merz: Beziehungen zwischen Peking und Berlin auf 'neues Niveau' heben - Merz' China-Reise: Wirtschaftliche Chancen trotz politischer Spannungen
Bundeskanzler Friedrich Merz wird Ende Februar erstmals China besuchen. Die Reise steht an, während beide Länder ihre wirtschaftlichen und politischen Beziehungen ausbauen wollen. Trotz anhaltender Spannungen in den Bereichen Handel, Geopolitik und Menschenrechte haben chinesische Vertreter Interesse an einer Vertiefung der Zusammenarbeit signalisiert.
Chinas Außenminister Wang Yi hat eine Ausweitung der bilateralen Beziehungen gefordert. Er bezeichnete Deutschland als einen zentralen Partner in Europa und als "Antriebskraft" für die breitere Zusammenarbeit zwischen China und der EU.
Wang Yi drängt darauf, dass Deutschland eine größere Rolle in Chinas strategischen Ambitionen übernimmt. Er rief Berlin dazu auf, als "stabilisierender Anker" in den Beziehungen zwischen China und der Europäischen Union zu wirken. Der Minister äußerte zudem die Hoffnung, die Partnerschaft zwischen China und Deutschland auf ein "neues Niveau" zu heben.
Die wirtschaftlichen Verbindungen bleiben eng, auch wenn die genauen Handelsvolumina oder Investitionszahlen der vergangenen fünf Jahre unklar sind. Deutsche Industrieverbände wie der VDMA unterhalten weiterhin Standorte in Shanghai, während chinesische Unternehmen bedeutende Beteiligungen an deutschen Firmen halten – etwa Weichai Power mit 47 Prozent an KION. Gleichzeitig setzt der Wettbewerb durch chinesische Hersteller die deutsche Maschinenbauindustrie unter Druck.
Jenseits der Wirtschaft bleiben die Spannungen bestehen, insbesondere wegen Chinas Haltung zum Ukraine-Krieg, seiner Taiwan-Politik und seiner Menschenrechtsbilanz. Diese Themen belasten das Verhältnis, auch wenn beide Seiten bemüht sind, in Handel und Diplomatie eine geschlossene Front zu zeigen.
Merz' anstehender Besuch wird zeigen, ob Deutschland und China es schaffen, wirtschaftliche Zusammenarbeit und politische Differenzen in Einklang zu bringen. Peking präsentiert sich als stabiler und verlässlicher Partner für Europa. Das Ergebnis der Reise könnte die künftigen Beziehungen zwischen den beiden Ländern prägen.
Merz's China Visit Yields New Agreements Amid Diplomatic Tensions
Chancellor Merz's February 2026 China visit produced concrete outcomes. Key developments include:
- New government consultations announced for 2026 to deepen bilateral ties.
- Climate and transformation dialogues formalised through signed agreements.
- Supply chain risks and fair competition discussed in Merz's press statement.
- Strategic trust emphasized by Xi, with Merz calling Germany and China 'two of the world's three largest industrial nations'.





