Linke verurteilt Stalin-Verherrlichung und antisemitische Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Jana KellerLinke verurteilt Stalin-Verherrlichung und antisemitische Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Die Führung der Linken hat Äußerungen von Mitgliedern ihres Jugendverbandes Linksjugend [’solid] scharf verurteilt. In den umstrittenen Aussagen wurden Stalinismus, Mao Zedong und die ehemalige DDR verherrlicht, zudem wurden antisemitische Kommentare über Israel getätigt. Die Partei hat sich inzwischen deutlich von diesen Positionen distanziert.
Erstmals berichtet hatte der Bayerische Rundfunk, dass Funktionäre der Linksjugend [’solid] die provokanten Aussagen in einem internen Forum geäußert hatten. Darin lobten sie Stalin, Mao Zedong und den Staat der DDR. Im Rahmen von Diskussionen über den Gaza-Krieg fielen zudem Formulierungen wie „israelische Konzentrationslager“ oder „israelischer Völkermord im Namen des Judentums“.
Die Berliner Parteivorsitzenden der Linken forderten umgehend Konsequenzen wegen der antisemitischen Äußerungen. Die Co-Vorsitzende Ines Schwerdtner verurteilte die Kommentare auf das Schärfste. Die Linke betonte ihren „unmissverständlichen Bruch mit dem Stalinismus“ und lehnte alle antisemitischen sowie unmenschlichen Positionen entschieden ab.
Inzwischen hat sich auch die Linksjugend [’solid] von den Vorfällen distanziert. Die Jugendorganisation lehnte zudem die DDR und ähnliche Systeme ab. Die Linke leitete daraufhin Untersuchungen zu den Vorwürfen ein und drängt auf Konsequenzen. Mehrere Landespolitiker der Partei äußerten sich empört über die Aussagen.
Die Linke hat ihre Haltung klar bezogen: Sie stellt sich gegen die umstrittenen Ansichten einiger ihrer Jugendmitglieder und ergreift Maßnahmen, um den Vorfall aufzuarbeiten. Die internen Ermittlungen der Partei zu den Vorwürfen laufen noch.






