Landshut wählt erneut: Haslinger und Rabl im Stichwahl-Duell um das Rathaus
Leon SchmidtLandshut wählt erneut: Haslinger und Rabl im Stichwahl-Duell um das Rathaus
Landshuts Oberbürgermeister-Wahl geht in die Stichwahl
Nach der ersten Runde der Oberbürgermeisterwahl in Landshut hat kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht. Dr. Thomas Haslinger (CSU) führte mit 37,0 Prozent der Stimmen, gefolgt von Christoph Rabl (Grüne) mit 20,2 Prozent. Die beiden treten nun am Sonntag, dem 22. März, erneut gegeneinander an.
In der ersten Runde beworben hatten sich zehn Kandidaten um die Nachfolge des amtierenden Oberbürgermeisters Alexander Putz. Da Haslinger die absolute Mehrheit verfehlte, kommt es zur Stichwahl. Rabl, der auf dem zweiten Platz landete, wertete das Ergebnis als Zeichen für den Wunsch nach Veränderung in Landshut.
Die Wahlbeteiligung lag bei 52,7 Prozent – ein leichter Anstieg gegenüber den 48 Prozent bei der Oberbürgermeisterwahl 2020. Dies folgt auf Jahre mit rückläufiger Beteiligung: Bei den Stadtratswahlen betrugen die Werte 2014 nur 39,9 Prozent und 2020 ebenfalls 48 Prozent. Die diesjährige Wahl verzeichnete mit elf Bewerbern um das Bürgermeisteramt und über 400 Kandidaten für den Stadtrat eine Rekordbeteiligung und deutet auf eine wachsende politische Dynamik hin.
Haslinger bezeichnete die Stichwahl als einen "neuen Wettbewerb" und betonte, die Wähler müssten sich nun zwischen zwei unterschiedlichen Visionen entscheiden. Auch Rabl zeigte sich zuversichtlich und erklärte, im finalen Wahlgang sei "alles möglich".
Die Stichwahl findet am 22. März statt, bei der Haslinger und Rabl als letzte verbleibende Kandidaten antreten. Der Sieger wird nach einem Wahlkampf mit höherer Beteiligung und einer größeren Vielfalt an Bewerbern das Landshuter Rathaus übernehmen. Das Ergebnis wird die Führung der Stadt für die kommenden Jahre prägen.