Landkreis Fürth kämpft mit dramatischem Helfer-Schwund in der Landwirtschaft
Jana KellerLandkreis Fürth kämpft mit dramatischem Helfer-Schwund in der Landwirtschaft
Schrumpft dramatisch: Zahl der Dorf- und Landwirtschaftshelfer im Landkreis Fürth
Im Landkreis Fürth ist die Zahl der Dorf- und Landwirtschaftshelfer in den letzten zehn Jahren drastisch zurückgegangen. Während es 2014 noch drei Vollzeit- und 30 Teilzeitkräfte gab, sind es 2024 nur noch zwei Vollzeit- und elf Teilzeithelfer. Lokale Behörden und Unterstützungseinrichtungen fordern nun dringend Verstärkung, um den wachsenden Bedarf an Hilfe auf den Höfen zu decken.
Die Helfer im Landkreis Fürth übernehmen unverzichtbare Aufgaben, wenn Betriebe mit Notfällen oder Personalengpässen konfrontiert sind. Zu ihren Tätigkeiten gehören die Fütterung und das Melken von Nutztieren, Haushaltsarbeiten sowie Außenarbeiten. Heike Vogel, eine Helferin mit 20 Jahren Erfahrung, steht exemplarisch für das Engagement derer, die diesen Beruf noch ausüben.
Bundesweiter Rückgang: Arbeitsstunden brechen ein Deutschlandweit ist die Gesamtzahl der geleisteten Stunden von 42.000 im Jahr 2014 auf nur noch 26.000 im Jahr 2024 gesunken. Der Rückgang hinterlässt viele Höfe in der Zwickmühle, wenn sie auf Unterstützung angewiesen sind. Landrat Bernd Obst betont die Bedeutung dieser Dienste – sowohl für die Betriebe als auch für das ländliche Gemeinschaftsleben.
Zwei Anlaufstellen für Landwirte – dringend Verstärkung gesucht In der Region vermitteln zwei Organisationen Landwirtschaftshelfer: der Maschinen- und Betriebshilfsring Fürth sowie der Evangelische Dorf- und Landwirtschaftshilfsdienst Hesselberg. Beide suchen aktiv nach neuen Kräften – ob in Voll- oder Teilzeit. Der Maschinenring Fürth ist unter 09127 / 95 48 660 oder [email protected] erreichbar, der Hesselberg-Dienst unter 09854 / 100 oder [email protected].
Unklare Datenlage: Wie viele Höfe bleiben ohne Hilfe? Trotz des offensichtlichen Mangels gibt es keine Aufzeichnungen darüber, wie viele Betriebe im Landkreis Fürth aufgrund des Personalnotstands ohne Unterstützung auskommen mussten. Die Lage bleibt angespannt, da immer weniger Teilzeitkräfte zur Verfügung stehen, um Lücken zu schließen.
Appell an Interessierte: Landwirtschaft braucht Unterstützung Der Mangel an Dorf- und Landwirtschaftshelfern in Fürth stellt viele Agrarbetriebe vor existenzielle Probleme. Während die Suche nach Personal läuft, rufen die beiden lokalen Dienste alle Interessierten auf, sich zu melden. Ohne zusätzliche Kräfte wird es zunehmend schwieriger, eine verlässliche Hilfe für die Höfe zu gewährleisten.






