13 June 2026, 00:19

Kulturschaffende starten Großoffensive für mehr Kunstförderung vor Berliner Wahl

Welche Richtung für die Kultur?

Kulturschaffende starten Großoffensive für mehr Kunstförderung vor Berliner Wahl

Berlins Kulturszene startet Großoffensive für mehr Kunstförderung vor der Wahl

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Die Berliner Kulturbranche hat eine vielbeachtete Kampagne gestartet, um die Förderung der Künste vor den anstehenden Wahlen in der Hauptstadt ins Rampenlicht zu rücken. Die Initiative „Berlin ist Kultur“ eröffnete ihre Aktionswoche mit einem Manifest, das stärkere finanzielle Unterstützung für den Kultursektor fordert. Trotz der Bedeutung der Veranstaltung blieben die meisten Politiker fern.

Unter den wenigen anwesenden Vertretern waren Katharina Marg, Bezirksverordnete der Linken, sowie die Grünen-Co-Vorsitzenden Ronja Losert und Bertram von Boxberg. Weitere Berliner Politiker ließen sich nicht blicken.

Oliver Reese, Intendant des Berliner Ensembles, verurteilte die jüngsten Kürzungen im Kulturbudget als Fehler. Er sprach über die drohende Schließung des Atelierhauses in der Wilsnacker Straße und betonte dessen zentrale Rolle für die Berliner Kunstszene. Reese erzählte zudem eine persönliche Anekdote: Ein Theaterbesuch in Paderborn mit 14 Jahren habe sein Leben verändert – ein Beleg für die prägende Kraft kultureller Einrichtungen.

Gabi Dan Droste, Leiter des FELD Theaters, zog eine drastische Parallele zwischen der prekären Finanzlage seines Hauses und dem Mythos von Ikarus. Kernstück der Kampagne ist die „Berliner Erklärung“, die fordert, mindestens drei Prozent des Landeshaushalts für Kultur bereitzustellen. Zudem werden verlässliche, langfristige Förderstrukturen verlangt, um weitere Instabilität zu verhindern.

Die Aktionswoche soll die Wahlkampfdebatte prägen. Unter dem Hashtag #deineStimmefürKultur ruft die Initiative Wähler auf, kulturelle Belange zur Priorität zu machen. Als Teil der Kampagne wurden „Wahl-Prüffragen“ für Kandidaten entwickelt, etwa zu Kunstbildung und Förderzusagen.

Die Initiative setzt auf konkrete politische Veränderungen statt auf vage Versprechen. Mit der „Berliner Erklärung“ als Grundlage wird der Druck auf die Politik aufrechterhalten, die finanziellen Bedürfnisse des Sektors ernst zu nehmen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Forderungen bei Wählern und Kandidaten auf Resonanz stoßen.

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