23 March 2026, 18:21

Knapper Sieg für Gerhard Betz bei Nandlstädter Bürgermeisterwahl

Metallplatte an einer Gebäudeseite mit schwarzem Hintergrund und weißer fetter Schrift, die "Gemeindegrenze Edm Smithwick Bürgermeister" liest.

Knapper Sieg für Gerhard Betz bei Nandlstädter Bürgermeisterwahl

Bürgermeisterwahl in Nandlstadt endet mit knappen Sieg für Gerhard Betz

Die Bürgermeisterwahl in Nandlstadt endete mit einem atemberaubenden Finale: Gerhard Betz sicherte sich eine zweite Amtszeit – allerdings mit hauchdünnem Vorsprung. Der Amtsinhaber von den Unabhängigen Wählern Nandlstadt (UWN) setzte sich gegen die CSU-Herausforderin Sibylle Thiermann-Mayrhofer mit nur 50,7 Prozent der Stimmen durch. Das Ergebnis krönte wochenlange Spannungen nach einem Patt im ersten Wahlgang und einer Stichwahl, die von weniger als 100 Stimmen entschieden wurde.

Der Wahlabend begann mit Unsicherheit. Nach der ersten Runde am 8. März hatte Betz einen fragilen Vorsprung von nur 15 Stimmen vor Thiermann-Mayrhofer, die 46,5 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Die Stichwahl am 17. März hing maßgeblich von der Wahlbeteiligung ab – Briefwahlstimmen spielten eine entscheidende Rolle, während Betz' früher Vorsprung schrumpfte.

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Als die endgültige Auszählung seinen Sieg bestätigte, brandete Jubel im Ratssaal auf. Betz bezeichnete die Wartezeit später als "reine Qual" und gab zu, bis zur letzten Stimme mit einer Niederlage gerechnet zu haben. Sein Team führte den Erfolg auf die Mobilisierung von Wählern zurück, die im ersten Wahlgang nicht teilgenommen hatten.

Thiermann-Mayrhofer zeigte sich zwar enttäuscht, gratulierte Betz jedoch und deutete das fast ausgeglichene Ergebnis als Aufruf zum Wandel. "49 Prozent der Nandlstädter Wähler sagen damit: So wie bisher kann es nicht weitergehen", erklärte sie vor ihren Anhängern. Die Wahl veränderte auch die Reihenfolge der Ersatzmitglieder im Stadtrat: Claudia Hoffendahl (UWN) übernimmt nun die erste Vertretungsposition, während Josef Minster weiterhin erster CSU-Nachrücker bleibt.

Zwischen den Kandidaten gab es weder bei den Wählergruppen noch in der Strategie deutliche Unterschiede. Beide setzten auf lokale Netzwerke, doch Betz' minimaler Vorsprung resultierte letztlich daraus, dass in der Stichwahl einige zusätzliche Unterstützer zur Urne gingen.

Das Endergebnis – 50,7 zu 49,3 Prozent – hinterlässt Nandlstadt mit einem gespaltenen Auftrag. Betz kehrt mit einer hauchdünnen Mehrheit ins Amt zurück, während Thiermann-Mayhofers starkes Abschneiden anhaltenden Druck auf politische Veränderungen signalisiert. Die Ratsarbeit wird nun mit aktualisierten Ersatzmitgliedern für UWN und CSU fortgesetzt.

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