Hetzner stoppt Krypto-Mining und Staking – was das für Ethereum & Co. bedeutet
Johanna SchwarzHetzner stoppt Krypto-Mining und Staking – was das für Ethereum & Co. bedeutet
Hetzner Online, Deutschlands größter Serveranbieter, verbietet Krypto-Mining und -Staking auf seiner Plattform. Die aktualisierten Nutzungsbedingungen des Unternehmens untersagen nun ausdrücklich Aktivitäten wie das Schürfen, Farming und Plotten digitaler Währungen. Diese Entscheidung betrifft einen erheblichen Teil der Blockchain-Infrastruktur, die auf den Servern des Unternehmens gehostet wird.
Hetzner beherbergt einen großen Anteil der Knoten für bedeutende Blockchains. Aktuell laufen 15 % aller Ethereum-Knoten auf seinen Servern. Zudem unterstützt das Unternehmen 36 % der Solana-Validatoren, 12 % der Avalanche-Validatoren und 7 % der Bitcoin-Knoten. Das Verbot kryptobezogener Aktivitäten gilt für Ethereum, Proof-of-Stake-, Proof-of-Work- sowie Handelsanwendungen.
Hintergrund der Maßnahme könnten frühere Probleme mit übermäßigem Stromverbrauch oder das Bestreben sein, ein grünes Image zu wahren. Der Ethereum-Merge, durch den das Netzwerk auf Proof-of-Stake umgestellt wurde, hätte Hetzner zu einem zentralen Akteur in der Staking-Infrastruktur machen können. Stattdessen setzt das Unternehmen nun auf eine strikte Ablehnung solcher Operationen.
Das Verbot könnte Blockchain-Netzwerke dazu zwingen, dezentraler zu werden. Durch den Wegfall eines großen Hosting-Anbieters könnten Projekte wie Ethereum eine breitere Verteilung ihrer Knoten erleben. Diese Entwicklung verringert die Abhängigkeit von einem einzigen Dienstleister und verteilt die Infrastruktur auf verschiedene Anbieter.






