Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von 2016
Johanna SchwarzFußballturnier in München gedenkt der Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von 2016
Fußballturnier am 6. Juni 2023 ehrt Opfer des Münchner Terroranschlags von 2016
Ein am 6. Juni 2023 ausgetragenes Fußballturnier gedachte der Opfer des Terroranschlags von München im Jahr 2016. Organisiert wurde die Veranstaltung von Hasan Leyla, dem Vater des 14-jährigen Opfers Can Leyla. Ziel war es, die anfängliche Fehleinschätzung des Anschlags als Amoktat eines Einzeltäters zu widerlegen. Neun Menschen verloren bei dem Angriff ihr Leben, der von den Behörden später als rechtsterroristische Tat anerkannt wurde.
Der Anschlag vom 22. Juli 2016 war zunächst als Tat eines psychisch gestörten Einzelgängers abgetan worden. Hasan Leyla lehnte diese Darstellung von Anfang an ab und kämpfte für die Aufklärung. Jahre später stuften die Ermittler das Massaker als politisch motivierten, rechtsterroristischen Akt ein.
Die Initiative München erinnert sich, gemeinsam mit Leyla, organisierte das Turnier, um das kollektive Gedenken zurückzugewinnen. Viele der Opfer, darunter Can Leyla und Guiliano Kollmann, hatten eine Leidenschaft für Fußball. Im Mittelpunkt stand nicht der Wettbewerb, sondern die Teilhabe und das Erinnern.
Das Team OEZ erinnert, das alle neun Opfer repräsentierte, gewann das Turnier. Hasan Leyla wirbt nun um Unterstützung für die Gedenkveranstaltungen zum zehnten Jahrestag am 22. Juli 2026.
Das Turnier war zugleich eine Hommage und ein Appell für die korrekte Einordnung des Anschlags. Indem es Menschen zusammenbrachte, stärkte es die Forderung nach Wahrheit und Solidarität. Weitere Gedenkveranstaltungen sind im Vorfeld des Jahrestags geplant.






