15 March 2026, 04:14

Fürther Jugendrat will Silvesterfeuerwerk stark einschränken – jetzt entscheidet der Stadtrat

Eine belebte Straßenkreuzung in Berlin an Silvester, voller Menschen, Fahrzeuge und Gebäude, beleuchtet von Feuerwerk und Gebäudelichtern, die eine festliche Atmosphäre schaffen.

Fürther Jugendrat will Silvesterfeuerwerk stark einschränken – jetzt entscheidet der Stadtrat

Der Jugendrat von Fürth hat beschlossen, Einschränkungen für das traditionelle Silvesterfeuerwerk vorzuschlagen. Der Antrag mit dem Titel "Umwelt schützen, Feuerwerk vermeiden" wurde mit zehn Stimmen bei zwei Enthaltungen angenommen. Nun geht er zur weiteren Beratung an den Stadtrat.

Die Debatte fand während der sechsten Plenarsitzung des Jugendrats statt und zog mit zwölf Mitgliedern und etwa 30 Gästen die bisher größte Zuschauerzahl an.

Der Antrag sieht ein fast vollständiges Verbot von privatem Feuerwerk in bestimmten Bereichen Fürths vor. Stattdessen wird eine zentrale Veranstaltung mit Feuerwerk, Drohnen- oder Lasershows als Alternative vorgeschlagen. Befürworter argumentierten, dass herkömmliches Feuerwerk die Umwelt belastet, Tiere in Angst versetzt und Risiken für Menschen birgt.

Die Meinungen blieben während der Sitzung gespalten. Einige Ratsmitglieder sprachen sich emotional für Feuerwerk als kulturelle Tradition aus, andere unterstützten das Verbot aus Sicherheits- und Umweltschutzgründen. Rechtliche Bedenken wurden ebenfalls geäußert, darunter die Ablehnung ähnlicher Maßnahmen durch den bayerischen Landtag sowie frühere Gerichtsurteile, die lokale Feuerwerksverbote kippten.

Trotz der geteilten Ansichten wurde der Beschluss mit breiter Zustimmung verabschiedet. Nun prüft der Fürther Stadtrat, ob die vorgeschlagenen Änderungen umgesetzt werden.

Die Entscheidung des Jugendrats spiegelt wachsende Sorgen über die Auswirkungen von Feuerwerk auf Gesundheit, Tierwelt und Umwelt wider. Bevor mögliche Einschränkungen in Kraft treten, wird der Stadtrat den Vorschlag eingehend prüfen. Bisher gibt es aus Fürth und der Umgebung keine dokumentierten öffentlichen Reaktionen auf den Plan.

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