Freie Wähler brechen CSU-Dominanz: Historische Siege bei bayerischen Stichwahlen
Leon SchmidtFreie Wähler brechen CSU-Dominanz: Historische Siege bei bayerischen Stichwahlen
Bayerische Machtverhältnisse verschieben sich: Freie Wähler feiern Serie von Erfolgen bei Stichwahlen
Nach den jüngsten Stichwahlen bei Kommunalwahlen hat sich die politische Landkarte Bayerns verschoben: Die Freien Wähler haben eine Reihe wichtiger Siege errungen und damit Ämter übernommen, die jahrzehntelang von der dominierenden Christlich-Sozialen Union (CSU) gehalten wurden. Unter der Führung von Hubert Aiwanger sicherte sich die Partei mehrere prestigeträchtige Positionen.
Laut vorläufigen Ergebnissen des Bayerischen Landesamts für Statistik vom Sonntagabend werden die Freien Wähler künftig mindestens 18 Landratsämter besetzen – vor der Wahl hatten sie 14 solche Posten in der Region inne.
Zu den Gewinnen zählen die Übernahme des Rathauses in Amberg sowie das Oberbürgermeisteramt in Kempten, beides Hochburgen, die die CSU seit Jahrzehnten kontrolliert hatte. Zudem setzte sich die Partei in Kelheim, Donau-Ries und im Berchtesgadener Land durch – Regionen, in denen die CSU bisher kaum mit ernsthafter Konkurrenz konfrontiert war.
Diese Landkreise galten lange als CSU-Kernland, in dem die Partei über Generationen die lokale Politik geprägt hatte. Doch bereits die Bundestagswahl 2025 hatte mit dem Anstieg der AfD auf 28,2 Prozent im Wahlkreis Dingolfing-Landau erste Risse in der CSU-Dominanz gezeigt.
Weitere Zugewinne könnten noch durch unabhängige Wählergruppen hinzukommen, die mit den Freien Wählern verbündet sind und deren Endergebnis damit noch verbessern könnten.
Die Wahlergebnisse markieren einen deutlichen Wandel in der bayerischen Kommunalpolitik. Die Freien Wähler stellen nun mehr Landräte als je zuvor – ein klarer Rückgang des jahrzehntelangen CSU-Einflusses auf die regionale Machtverteilung.






