Forvia verkauft Augsburger Werk an GDELS: Vom Autozulieferer zum Rüstungsproduzenten
Leon SchmidtForvia verkauft Augsburger Werk an GDELS: Vom Autozulieferer zum Rüstungsproduzenten
Der französische Automobilzulieferer Forvia hat sich darauf verständigt, sein Werk in Augsburg an General Dynamics European Land Systems (GDELS) zu verkaufen. Der Schritt erfolgt im Rahmen der Anpassung des Unternehmens an veränderte Anforderungen in der Automobilbranche. Bisher wurden in dem Werk Abgasanlagen für Pkw und Nutzfahrzeuge produziert.
Der Verkauf ist Teil von Forvias Strategie, sein Portfolio an die wachsende Bedeutung der Elektromobilität anzupassen. Die Sparte Clean Mobility steht aufgrund des Rückgangs klassischer Antriebe unter strukturellem Druck. Mit dem Deal will das Unternehmen seine Kapazitäten besser an die künftige Marktnachfrage anpassen.
GDELS plant, den Standort für die Produktion militärischer Fahrzeuge umzurüsten. Ausschlaggebend für die Übernahme war die steigende Nachfrage der Bundeswehr nach geschützten Fahrzeugen. Das Werk soll zur größten Fahrzeugfertigungsstätte von GDELS in Deutschland werden und sich auf das EAGLE-Programm der Bundeswehr spezialisieren.
Die bestehenden Kompetenzen in Fahrzeugtechnik, Schweißarbeiten und Kleinserienfertigung werden ausgebaut. Ein großer Teil der Belegschaft bleibt erhalten und wird für den neuen Schwerpunkt auf militärische Mobilitätslösungen geschult.
Das Augsburger Werk wandelt sich damit von der Automobilzulieferung zur Produktion militärischer Fahrzeuge. Forvia erhält ein schlankeres Portfolio, während GDELS seine Position in Deutschland stärkt. Der Standort wird eine zentrale Rolle bei der Belieferung der Bundeswehr mit modernen geschützten Fahrzeugen spielen.






