Forschungsprojekt ForBat@Bau will Baustellen revolutionieren – ganz ohne Emissionen
Jana KellerForschungsprojekt ForBat@Bau will Baustellen revolutionieren – ganz ohne Emissionen
Ein neues Forschungsprojekt nimmt sich der Herausforderung emissionsfreier Baustellen an. Unter der Leitung der Technischen Universität München (TUM) zielt die Initiative ForBat@Bau darauf ab, ein softwaregestütztes Werkzeug für die Planung und den Betrieb voll elektrifizierter Baustellen zu entwickeln. Als akademische Partner sind die Hochschule Landshut und die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg beteiligt.
Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz für den Baustellenbetrieb. Es untersucht Maschinen, Energiespeicher, Ladesysteme und Netzanschlüsse als ein vernetztes Gesamtsystem. Bisherige Versuche, Emissionen zu reduzieren, beschränkten sich oft darauf, Dieselmotoren durch elektrische Antriebe zu ersetzen – doch laut TUM ist dies keine nachhaltige Lösung.
ForBat@Bau gliedert sich in vier Schwerpunkte: Antriebstechnik für Baumaschinen, modulare Batteriesysteme, Software für Prozess- und Energiemanagement sowie die flexible Nutzung von Netzkapazitäten. Ziel ist es, Baustellen sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch zuverlässig planbar zu gestalten.
Die Industrie ist eng eingebunden. Zu den Kooperationspartnern zählen der Bayerische Bauindustrieverband, die Bayerische BauAkademie sowie Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Baubranche, der Netzbetriebstechnik und der Simulationsbranche. Die Initiative fördert zudem den Austausch zwischen den Beteiligten, um gemeinsame Lösungen zu entwickeln.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines integrierten Planungstools für emissionsfreie Baustellen. Dieses soll Energieversorgung, Arbeitsprozesse und Betrieb als einheitliches System abbilden. Das Projekt will der Branche so einen nachhaltigen und praxistauglichen Weg zur Emissionsreduzierung aufzeigen.
