10 June 2026, 06:27

Feuerzeug-Attacke auf Torwart: Sechs Monate Bewährung für Täter

Leichtere Wurf auf Torwart - Bewährung für Union-Fan

Feuerzeug-Attacke auf Torwart: Sechs Monate Bewährung für Täter

Ein 28-jähriger Mann ist zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er während eines Bundesliga-Spiels ein Feuerzeug auf einen Torwart geworfen hatte. Der Vorfall ereignete sich im Dezember vergangenen Jahres im Stadion An der Alten Försterei in Köpenick, wo das Feuerzeug den Spieler aus etwa 20 Metern Entfernung am Kopf traf.

Der Angriff geschah am 14. Dezember 2024, als der Mann ein Feuerzeug auf den Bochumer Torhüter Patrick Drewes schleuderte. Das Objekt traf ihn mit solcher Wucht, dass er eine leichte Schädelprellung erlitt. Drewes sagte später aus, er habe sich benommen gefühlt, unter Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit gelitten und eine Woche lang nicht arbeiten können.

Das Spiel wurde in der Nachspielzeit für mehr als 25 Minuten unterbrochen. Die Offiziellen werteten die Partie später mit einem 2:0-Sieg für Bochum, da der Spielablauf massiv gestört worden war. Das Amtsgericht Tiergarten stufte das Feuerzeug als gefährliche Waffe ein und verurteilte den Mann wegen gefährlicher Körperverletzung.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine zehnmonatige Bewährungsstrafe gefordert und die Tat als absolutes No-Go – eine überschrittene rote Linie bezeichnet. Stattdessen verhängte das Gericht sechs Monate auf Bewährung und ein zweijähriges Stadionverbot. Dieses Verbot gilt für alle Spiele der ersten, zweiten und dritten Liga sowie der Regionalliga.

Der Mann darf damit zwei Jahre lang keine Profi- oder Halbprofi-Fußballspiele besuchen. Drewes’ Verletzung und die Spielunterbrechung führten zu einem kampflosen Sieg für Bochum. Der Fall unterstreicht die rechtlichen Konsequenzen gewalttätigen Verhaltens bei Sportereignissen.

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