29 March 2026, 06:20

FDA rügt Novo Nordisk wegen irreführender Ozempic-Werbung

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FDA rügt Novo Nordisk wegen irreführender Ozempic-Werbung

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat dem Pharmakonzern Novo Nordisk eine Rüge wegen einer Werbekampagne für Ozempic erteilt. Die Behörde wirft dem Unternehmen vor, Verbraucher durch die Herabspielung schwerwiegender Risiken zu täuschen und fälschlicherweise eine Überlegenheit des Medikaments zu suggerieren. Es ist bereits die zweite offizielle Beanstandung gegen den Hersteller innerhalb eines Monats.

Im Fokus der aktuellen FDA-Warnung steht der Werbespot "Es gibt nur ein Ozempic", in dem Sicherheitshinweise nach Ansicht der Behörde unzureichend platziert sind. Die Aufsichtsbehörde kritisiert, dass die Anzeige mögliche Gefahren verharmlose, während die Vorteile des Präparats übertrieben dargestellt würden. Zudem weist die FDA die Behauptung zurück, Ozempic verfüge über die meisten FDA-zugelassenen Anwendungsgebiete unter den Diabetes-Medikamenten – diese Aussage sei irreführend.

Laut FDA gibt es keine klinischen Belege dafür, dass Ozempic anderen GLP-1-Wirkstoffen generell überlegen ist. Der Werbespot vereinfache zudem die medizinischen Komplexitäten von Semaglutid – dem Wirkstoff in Ozempic – in unzulässiger Weise. Eine Sprecherin von Novo Nordisk, Liz Skrbkova, bestätigte, dass das Unternehmen die Warnung erhalten habe und innerhalb der vorgeschriebenen 15-Tage-Frist eine offizielle Stellungnahme vorbereite.

Die Maßnahme ist Teil einer verschärften Gangart der FDA gegen aggressive Pharmamarketing-Praktiken. Unter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. verfolgt die Behörde eine Null-Toleranz-Strategie. Allein im vergangenen Jahr hat die FDA 30 Telemedizin-Anbieter, darunter Hims & Hers Health, wegen irreführender Werbung für GLP-1-Medikamente wie Semaglutid und Tirzepatid abgemahnt. Die jüngste Welle von 30 Warnschreiben ging am 3. März 2026 an die betroffenen Unternehmen.

Novo Nordisk muss nun innerhalb der gesetzten Frist auf die Vorwürfe der FDA reagieren. Der Fall unterstreicht die strengere Kontrolle von Arzneimittelwerbung, insbesondere bei stark beworbenen Präparaten. Wie das Unternehmen auf die Beanstandungen antwortet, wird darüber entscheiden, ob weitere regulatorische Schritte folgen.

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