19 March 2026, 10:30

EU-Agrarreform bedroht Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern mit Millionenverlusten

Eine Poster-Karte der Vereinigten Staaten zeigt den Prozentsatz von Bauernmärkten, die SNAP-Gelder in jedem Landkreis im Jahr 2013 akzeptieren.

Backhaus: Ländliche Regionen dürfen nicht vernachlässigt werden - EU-Agrarreform bedroht Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern mit Millionenverlusten

Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern drohen durch geplante Kürzungen der EU-Agrarsubventionen jährliche Verluste von über 160 Millionen Euro. Die vorgesehenen Reformen sehen eine Deckelung der Zahlungen bei 100.000 Euro pro Betrieb vor und reduzieren die Förderung für größere Landwirtschaftsunternehmen – betroffen wären damit mehr als 1.000 Höfe in der Region. Agrarminister Till Backhaus warnte vor schweren Folgen, sollten die Änderungen wie geplant umgesetzt werden.

Die geplanten Kürzungen sind Teil der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU, mit der die Zahlungen an Großbetriebe begrenzt werden sollen. Nach den neuen Regeln würden Subventionen für Betriebe, die mehr als 20.000 Euro erhalten, schrittweise gekürzt, mit einer strikten Obergrenze von 100.000 Euro. Backhaus argumentierte, dass diese Einschnitte den finanziellen Druck auf ohnehin schon belastete Höfe weiter verschärfen würden.

Zudem hat die Rechtsunsicherheit zugenommen, nachdem jüngste Gerichtsurteile die geltenden Nitratbelastungsregeln infrage stellten. Backhaus forderte rasche Anpassungen der Düngeverordnung, um den Landwirten klare Vorgaben an die Hand zu geben. Auf der anstehenden Agrarministerkonferenz will er sich für praxistaugliche und rechtssichere Regelungen einsetzen.

Der Minister betonte, dass die GAP mehr als nur finanzielle Hilfen leiste – sie trage zur Entwicklung des ländlichen Raums in der gesamten Region bei. Ohne Korrekturen könnten die Reformen die ostdeutschen Bundesländer besonders hart treffen, da dort großflächige Bewirtschaftung weiter verbreitet ist.

Falls die EU die geplanten Kürzungen durchsetzt, könnte der Agrarsektor in Mecklenburg-Vorpommern hunderte Millionen Euro an Fördergeldern verlieren. Die Reform würde die Verteilung der Subventionen grundlegend verändern und viele Betriebe mit weniger Unterstützung zurücklassen. Backhaus setzt sich weiterhin für Nachbesserungen ein, um die Zukunft der Landwirtschaft in der Region zu sichern.

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