Erfurt verhandelt mit Ex-Mitarbeiter über sechsstellige Abfindung nach strittiger Kündigung
Johanna SchwarzErfurt verhandelt mit Ex-Mitarbeiter über sechsstellige Abfindung nach strittiger Kündigung
Die Stadt Erfurt und der ehemalige Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über eine außergerichtliche Einigung, um den seit langem schwelenden Rechtsstreit beizulegen. Montavon war vor über zwei Jahren fristlos entlassen worden, woraufhin er eine Klage auf Wiedereinsetzung einreichte. Nach einem Schlichtungsverfahren Mitte März prüfen nun beide Seiten eine gütliche Lösung.
Die Entlassung Montavons stand zunächst im Zusammenhang mit Vorwürfen des Machtmissbrauchs und sexueller Belästigung, die jedoch nie gerichtlich bewiesen wurden. Später änderte die Stadt ihre Begründung auf finanzielle Verfehlungen. Seither ist der Fall ungelöst, während Montavon rechtlich um seine Wiederanstellung kämpft.
Die Verhandlungen konzentrieren sich auf eine Abfindung im mittleren sechsstelligen Bereich, die vor allem ausstehende Gehaltszahlungen abdecken soll. Zwar schien eine vorläufige Einigung greifbar, doch Montavon brachte eine zusätzliche Forderung ein, die die Finalisierung verzögerte. Falls die Bedingungen akzeptiert werden, könnte der Stadtrat den Deal bereits im Mai billigen.
Scheitern die Gespräche, wird der Streit im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht weiterverhandelt. Montavon signalisierte, dass er seinen Anspruch auf Wiedereinsetzung fallen lassen könnte, sofern eine finanzielle Einigung zustande kommt.
Die vorgeschlagene Regelung würde einen seit Montavons überraschender Entlassung andauernden Fall beenden. Bei einer Zustimmung ließe sich ein weiterer Gerichtsprozess vermeiden, und ausstehende Lohnzahlungen würden beglichen. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Stadtrat und Montavons Reaktion auf die aktuellen Angebote.






