DZ Bank startet Krypto-Plattform für Geschäftskunden und Blockchain-Strategie
Leon SchmidtDZ Bank startet Krypto-Plattform für Geschäftskunden und Blockchain-Strategie
DZ Bank, Deutschlands zweitgrößtes Geldinstitut, kündigte am 18. August Pläne an, eine Plattform für die Verwahrung von Kryptowerten aufzubauen. Das System soll digitale Finanzanlagen für den Eigenbedarf sowie für Kunden verwalten und absichern. Damit ist es Teil einer umfassenderen Strategie, langfristige Expertise im Bereich der Blockchain-Technologie aufzubauen.
Die Plattform richtet sich an Geschäftskunden, darunter andere Genossenschaftsbanken, den Vermögensverwalter Union Investment sowie den Versicherer R+V. Die DZ Bank fungiert zudem als Zentralinstitut für das deutsche Genossenschaftsbankennetz.
Ein anderer Ansatz kommt von der VR Bank Bayern Mitte: Sie hat an ihrem Hauptsitz in Ingolstadt einen Bitcoin-Geldautomaten aufgestellt, der von Kurant betrieben wird – einer Tochter des österreichischen Start-ups Coinfinity. Die Bank verkauft Bitcoin an Kunden, bietet Hardware-Wallets an und berät zu Kryptowährungen, übernimmt jedoch keine Verwahrung der Digitalwährungen.
Auch andere deutsche Banken erkunden Optionen im Krypto-Bereich: Die Commerzbank-Tochter comdirect kooperiert mit mehreren Anbietern, um Kryptowährungen in die Sparpläne von Kunden zu integrieren. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband wiederum kündigte eine Wallet für tokenisierte Vermögenswerte an, wird aber keine Kryptowährungen direkt verkaufen. Die Deutsche Bank zeigt hingegen bisher wenig Interesse, sich im Krypto-Sektor zu engagieren.
Mit der neuen Plattform ermöglicht die DZ Bank ihren B2B-Kunden die sichere Verwaltung digitaler Vermögenswerte. Der Schritt spiegelt das wachsende, aber unterschiedlich ausgeprägte Interesse deutscher Finanzinstitute an Krypto-Dienstleistungen wider. Jede Bank verfolgt dabei ihre eigene Strategie im Umgang mit digitalen Assets.






