11 June 2026, 02:16

DGB fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Beschäftigten

Ifo-Präsident: Pflichtbetriebsrenten könnten Unternehmen belasten

DGB fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Beschäftigten

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat vorgeschlagen, betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verpflichtend einzuführen. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi wies darauf hin, dass derzeit rund 20 Millionen Beschäftigte keine betriebliche Rente hätten. Das Vorhaben zielt darauf ab, die gesetzliche Rentenversicherung zu ergänzen.

Yasmin Fahimi argumentierte, dass Arbeitgeber die betriebliche Altersvorsorge zumindest mitfinanzieren sollten. Sie betonte die Notwendigkeit, die Altersabsicherung für alle Beschäftigten zu stärken.

Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, bezeichnete den Vorschlag als „grundsätzlich sinnvoll“. Er verwies auf den demografischen Wandel in Deutschland als zentralen Grund für eine stärkere betriebliche Altersvorsorge. Gleichzeitig warnte er, dass eine verpflichtende Arbeitgeberbeteiligung die Lohnnebenkosten erhöhen würde.

Fuest merkte zudem an, dass die schwache wirtschaftliche Lage Deutschlands kaum Spielraum für zusätzliche lohnbezogene Ausgaben lasse. Dennoch begrüßte er die Initiative des DGB grundsätzlich. Der DGB-Vorschlag soll die Rentenabsicherung auf Millionen Beschäftigte ausweiten. Arbeitgeberbeiträge könnten laut Fuest die Kosten steigern. Die Debatte dreht sich um die Balance zwischen Altersvorsorge und wirtschaftlichen Belastungen.

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