Deutschland verfehlt sein E-Auto-Ziel – warum die Wende stockt
Deutschland wird sein Ziel von 15 Millionen Elektroautos bis 2030 voraussichtlich verfehlen – das legt eine neue Studie nahe. Das Center of Automotive Management (CAR) warnt, dass die Fortschritte hinter den Erwartungen zurückbleiben. Unterdessen treibt die EU strengere Emissionsvorschriften voran, um den Umstieg von Benzin- und Dieselfahrzeugen zu beschleunigen.
Die EU strebt an, die Autoemissionen bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 2021 zu senken und bis 2035 auf null zu bringen. Um dies zu unterstützen, plant sie eine Reform der Kraftstoffsteuern, die künftig am Energiegehalt und der Umweltbelastung ausgerichtet werden sollen. Ab 2027 soll zudem ein neues Emissionshandelssystem für Verkehr und Gebäude eingeführt werden, allerdings mit einer möglichen Obergrenze für CO₂-Preise, was die Anreize für Käufer schwächen könnte.
Trotz dieser Maßnahmen halten viele Autofahrer die hohen Anschaffungskosten von Elektrofahrzeugen für abschreckend. Die meisten EU-Länder – 21 von 27 – gewähren zwar Steuervergünstigungen für klimafreundliche Autos, und 20 Staaten bieten Kaufprämien an. Doch eine Studie des ifo Instituts kommt zu dem Schluss, dass diese Subventionen unwirksam sind, da sie den Anreiz zum Stromsparen verringern.
Stattdessen schlagen die ifo-Forscher vor, die deutsche Stromsteuer abzuschaffen, um die E-Mobilität zu fördern. Zudem empfehlen sie, die Kaufprämien für Neufahrzeuge schrittweise auslaufen zu lassen. Die Abschaffung der Stromsteuer ließe sich laut den Wissenschaftlern mit den EU-Vorgaben vereinbaren.
Deutschlands Ziel für Elektroautos bleibt riskant – hohe Kosten und politische Hürden bremsen die Verbreitung aus. Die überarbeiteten Steuer- und Emissionspläne der EU sollen den Wandel beschleunigen, doch ihr Erfolg hängt davon ab, ob die Autofahrer darauf reagieren. Ohne stärkere Anreize könnte der Umstieg vom Verbrennungsmotor weiter stocken.






