CSU bricht SPD-Herrschaft: Aschaffenburg bekommt ersten konservativen Oberbürgermeister seit 50 Jahren
Johanna SchwarzCSU bricht SPD-Herrschaft: Aschaffenburg bekommt ersten konservativen Oberbürgermeister seit 50 Jahren
Aschaffenburg wählt nach Jahrzehnten erstmals einen CSU-Oberbürgermeister
Markus Schlemmer hat die Stichwahl am 22. März für sich entschieden und beendet damit eine über 50-jährige Vorherrschaft der SPD an der Spitze der Stadt. Das Ergebnis markiert einen deutlichen Wandel in der lokalen Politik nach Jahrzehnten sozialdemokratischer Prägung.
Seit 1970 hatte die SPD das Bürgermeisteramt in Aschaffenburg inne. Klaus Herzog führte die Stadt 20 Jahre lang, bevor Jürgen Herzing 2020 das Amt übernahm. Doch bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 erreichte Herzing im ersten Wahlgang nur 38,2 Prozent der Stimmen – hinter dem CSU-Kandidaten Markus Schlemmer, der mit 41,1 Prozent die Nase vorn hatte. Dies machte eine Stichwahl zwei Wochen später notwendig.
Am 22. März setzte sich Schlemmer schließlich klar mit 56,3 Prozent der gültigen Stimmen durch, während Herzing auf 43,7 Prozent kam. Der Sieg beendet die jahrzehntelange SPD-Herrschaft im Rathaus. Schlemmer wird sein Amt am 1. Mai antreten und ist damit der erste CSU-Oberbürgermeister Aschaffenburgs seit Generationen.
Das Wahlergebnis beendet mehr als ein halbes Jahrhundert sozialdemokratischer Führung in der Stadt. Schlemmers Erfolg spiegelt einen deutlichen Stimmungswandel der Wähler wider – künftig übernimmt die CSU die Verantwortung für die Stadtverwaltung. Seine Amtszeit als Oberbürgermeister beginnt offiziell Anfang Mai.






