10 June 2026, 08:13

BMW setzt auf Schienentransport – doch das deutsche Netz stockt

BMW nutzt den Medway-Eisenbahnservice für Fahrzeugtransporte

BMW setzt auf Schienentransport – doch das deutsche Netz stockt

Europäische Automobilhersteller drängen auf mehr Güterverkehrsoptionen per Schiene, während das deutsche Schienennetz weiterhin mit anhaltenden Störungen zu kämpfen hat. Besonders BMW baut seine Produktion von Elektrofahrzeugen aus und ist auf effiziente Transportverbindungen zwischen seinen Werken und den Häfen angewiesen.

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Die Häfen Antwerpen und Zeebrugge haben im April 2021 ihre Aktivitäten zusammengeschlossen. Diese Konsolidierung verbesserte die Logistik für Hersteller wie BMW, das Fahrzeuge per Bahn transportiert. Medway, eine Tochtergesellschaft von MSC, betreibt seitdem zweimal wöchentlich Schienengüterverbindungen zwischen den fusionierten Häfen und den BMW-Werken in Bayern.

Eine zentrale Rolle in diesem System spielt das BMW-Werk in Regensburg. Seit November 2021 wird dort der iX1 produziert, zudem werden vor Ort Batterien für die Montage von Elektrofahrzeugen gefertigt. Das Werk stellt außerdem den X1, den X2, Plug-in-Hybrid-Versionen beider Modelle, die 1er-Reihe sowie den 2er Gran Tourer her.

Um die wachsende Nachfrage zu bedienen, kündigte die Deutsche Bahn 2022 Pläne an, die Infrastruktur in ganz Deutschland zu modernisieren. Das 13,6 Milliarden Euro schwere Projekt umfasst 1.800 Kilometer Gleise, 140 Brücken und 800 Bahnhöfe.

BMW strebt an, dass bis 2030 jedes dritte Fahrzeug in seinen bayerischen Werken voll elektrisch vom Band rollt. Das Unternehmen ist auf zuverlässige Schienenverbindungen angewiesen, um Produktion und Verteilung aufrechtzuerhalten. Die Aufrüstungen der Deutschen Bahn könnten dazu beitragen, die aktuellen Kapazitätsengpässe im Güterverkehr zu entschärfen.

Quelle