BMW investiert 30 Millionen Euro in neues Lackierzentrum für Individuallackierungen
Emma HerrmannBMW investiert 30 Millionen Euro in neues Lackierzentrum für Individuallackierungen
BMW baut seine individuellen Lackieroptionen aus: Neues 30-Millionen-Euro-Zentrum in Dingolfing
BMW erweitert sein Angebot an Sonderlackierungen mit einer neuen 30-Millionen-Euro-Anlage in Dingolfing. Der Automobilhersteller plant, bis zum Frühjahr 2027 ein spezielles Zentrum für Sonder- und Individuallackierungen zu eröffnen. Damit soll die Effizienz gesteigert werden, ohne die große Auswahl an maßgeschneiderten Farben für Kunden einzuschränken.
Das neue Zentrum erstreckt sich über zwei Etagen auf mehr als 2.000 Quadratmetern und liegt direkt auf dem Gelände des BMW-Werks in Dingolfing. Dort werden bis zu zehn Fachkräfte beschäftigt. Auch die nahegelegenen Produktionsstandorte in München, Regensburg und Landshut könnten von der Erweiterung profitieren.
Aktuell bietet BMW rund 300 exklusive Farbtöne über sein Individual-Programm an, darunter Zweifarben-Designs wie beim 3.0 CSL oder der M4 CS Edition VR46. Handlackierte Akzente, etwa Kontrastfarben oder Türstreifen, werden künftig im neuen Zentrum umgesetzt.
Durch die Investition soll sich die Produktionszeit für Sonderlackierungen um 25 Prozent verkürzen, was die Auslieferungszeiten beschleunigt. Trotz sinkender Kosten kündigte BMW jedoch keine Preissenkungen für seine Individual-Lackierungen an. Das Werk Dingolfing, der größte europäische Standort des Konzerns, fertigt bereits Modelle wie die 4er-, 5er-Reihe und den iX. Gerüchten zufolge soll dort 2026 auch die nächste 3er-Reihe (G50) vom Band rollen.
Die neue Anlage wird den Prozess für Individuallackierungen bei BMW optimieren, ohne Kompromisse bei der Premium-Qualität einzugehen. Die Lieferzeiten für Sonderfarben dürften sich verkürzen, während die Preise voraussichtlich stabil bleiben. Die Erweiterung unterstreicht Dingolfings Bedeutung als zentraler Knotenpunkt in BMWs europäischer Produktion.






